Band 
II. Jahrgang. I. Band.
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II. £)ic Kirche zu Maria-Stiegen. 101

Wandpfeiler eine Apostelstatue / unter einem durchbro-chenen, fünfeckigen, mit kleinen Pyramiden zwischenfünf Eckthürmchen gezierten Dache, welches spitz in dieHöhe steigt; von jedem Paare der Wandpfeiler aberlaufen die Schlußlinien oben in der Spitze des Kreuz-gewölbes zusammen, dessen Schlußsteine durch eine höchstsinnvolle Wahl die vier Zeichen der heiligen Evange-listen nach ihrer Ordnung darstellen. Der untereTheil des Schiffes, vom Kreuze oder den Stufenbis zum Haupteingange, hat zwölf Wandsäulen, anund nebe» welchen 22 fast lebensgroße Steinbilder ver-schiedener Heiligen stehen.

Die Kirche hat drey Eingänge, wovon der Haupt-eingang unter dem hohen Fenster an der schönen Stirn-seite, und der erste Seiteneingang rechts mit steiner-nen nach oben spitzig zulaufenden Baldachinen bedecktund mit schönen Figuren geziert sind.

Bewundernswürdig ist der dreyßig Klafter hohe,siebeneckige Thurm , der zwischen dem ältern und neuernTheile der Kirche an der rechten oder südlichen Seitesich erhebt. Oberhalb der Uhr schließt er sich in einedurchbrochene, aus Blättern und Zweigen geschlungene,Kuppel von ungemeiner Leichtigkeit zusammen, undendigt mit einem großen Blumenkelch, aus welchemein Doppelkreuz hervorragt. Hier wäre der Ort, überdie Meister, die den Bau geführt, zu sprechen. Aberumsonst frägt und sucht man noch Angaben hierüber.Ob etwa der Anfänger des Stephansthurmes (-5^9lioo) oder der Vollender desselben Anton Pil-gram (1407i 455 ), zwey zu ihrer Zeit hoch g?r