*o2 II. Die Kirche zu Maria-Stiegen.
feyerle Meister, auch an diesem Werke alter BaukunstTheil gehabt? Vielleicht gibt hierüber einst der Zufalleinigen Aufschluß.
Wenn man noch etwas an dieser Kirche vermißt,so ist es eine dem alten Baue mehr entsprechende Ein-richtung im Innern. Zwar hat man in der Kanzel undauch in einem kleinen Seicenalrare den gothischen Stylnachgeahmt, aber noch blieb der ganz moderne undfremdartige Hochaltar stehen. Möchten sich doch bald dienöthigen Mittel finden, einen Altar zu bauen, nach al-ter Weise, wie man sie noch in vielen alten Kirchen die-ses Styles findet, und von welchen schon oben eine Andeu-tung gegeben ist. Das Mirrelbild würde nähmlich durchbemahlte Thürflügel geschloffen, und den obern Theilbildete eine hoch aufstrebende, aus Thürmen, Zwei-gen und Knospen zusammengesetzte, gothische Pyramide,woran kleine und große Sratuen anzubringen waren.
III. Die Kirche zu St. Michael. Die Mi-no r i t e n k i r ch e , H o f b u r g k a p e l l e , die R u-p r e ch t s- u n d August ine rkirche,die Kreuz-gänge des Schotten - und Dominikaner-klosters, die Rarhhauska pelle zu St.Salvator, die Kapelle des deutschenH a u f e.i , d ie Pfarrkirche am Hof (Car-mel i t e r); das Steinbild ü b e r d e m Ein-gänge des M a r i a z e l l e r h o f e s.
Die Pfarrkirche zu St. Michael ist, ihrer ge-genwärtigen inneren Gestalt nach , die älteste, die Wienauszuweisen hat.