Die Rupp rechts- undAugustinerkirche.n»
tungen Anlaß gegeben , und den Fürst Lichnovskyseinen Abbildungen einverleibt hat.
Friedrich der Schöne gründete, in Erfüllungeines Gelübdes, welches er im Kerker auf der Traus-nitz gethan, mit seinen Brüdern die jetzige Kirched e r Augustine r, die ihre Abtheilung in Schiff undChor noch beybehalten hat, und deren hohe und schlan-ke Pfeiler in zwey Reihen zwischen dem Schiffe undden beyden Abseiten in edlen Verhältnissen aufgeführtsind. Auch was »och von Zierarbeit an Pfeilern undWandsaulen, Knäufen und Tragsteinen übrig ist, zeugtvon reiner und sorgfältiger Ausführung unter eineskunstvollen Meisters Leitung. Der Kirchenbau begann»53», und dauerte bis »35g, und die Sceinmetzta-feln bey St. Stephan nennen einen Dietrich Ladt-ner von Piern (Pirna?) mit dem Beysatze: „warPaumeister über das Kloster bey den Augustinerni33g." — Der Kirche ist dabey freylich nicht gedacht.—Die rechts neben dem hohen Chöre angebaute geräu-mige Kapelle mir dem Grabmahle Kaiser Leopolds II.,die sogenannte Todtenkapelle, bauten Otto derFröhliche und die G e o r g e n r i t t e r umi53y, also noch vor Vollendung der großen Kir-che , bis zu deren Einweihung wahrscheinlich in die-ser Kapelle der Gottesdienst gehalten wurde. DieseKapelle wird in der Mitte durch 3 Pfeiler in 2 Schif-fe abgesondert, dessen Schlußsteine mit steinernen Hoch-bildern , zum Theil die Zeichen der Evangelisten dar-stellend , geschmückt sind. Gegen Osten hat jedes Schiffeine dreyseitige Altarnische oder Vorlage. Besonders