Band 
II. Jahrgang. I. Band.
Seite
112
JPEG-Download
 

ii2 Die Kreuzgänge bet Schotten :c.

zierlich sind die unter den Fenstern/ in fortlaufender Rei-he angebrachten gothischen Bogen mit ihren Neben-boge» und Gliedern/ alles aus Stein gehauen. DasGrabmahl K. Leopolds II. zieht hier die Aufmerk-samkeit auf sich / wie in der großen Kirche das Denk--mahl der Erzherzoginn Christina/ das allbekannteMeisterwerk Ca nova' s. Das Äußere der Kirche istgänzlich umgestaltet; die ganze westliche oder vordereWand durch das hohe Gebäude der Naturalienkabineteverbaut und unsichtbar. Eben so die südliche Seite.Nur gegen Norden ist noch der alte Bau sichtbar.Der jetzige Thurm an der linken Seite des Presbyteri-ums gehört nicht mehr der ursprünglichen Bauart an.

Die alte, von Herzog Heinrich Jasomirgoctgegründete S ch o t t e n k i rch e / als deren BaumeisterM i ch a e i Hunger, ein Steinmetz aus Augsburggenannt wird, steht nicht mehr (sie soll an der Stelledes sogenannten Priorachauses, an der Freyung gestan-den haben.) Die jetzige Kirche der Schotten ist i 5 goerbaut. Doch sieht man noch in dem Kloster selbst einender Bauart nach in's ist. Jahrhundert hinaufreichendenalcen Kreuzgang/ mit einem vielgurtigen Kreuzgewölbeund spitzen Fenstern. Sehr vieleGrabmahler in den Wän-den und Fußböden schmücken diesen altcrthümlichen Bau.

Auch von dem heurigen Dominikanerklo-ster am Stubenchore, deren ursprünglich den Tem-plern erhobene Kirche, später 1226 von Leopolddem Glorreichen den Dominikanern eingeräumt ward,ist der Kreuzgang allein noch ein Überrest aus ältererZeit, wenn gleich nicht aus Leopolds Tagen, da er ei-

>