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II. Jahrgang. I. Band.
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Die R a t h h a u s k ap. zu <Kt. Salvatos. n5

ne von Leopolds Kloster Lilienfeld ganz verschiedeneund jüngere Bauart zeigt. Ferdinand III. ist derGründer der jetzigen mit einer mächtigen Fronte inNeurömischem Style gezierten Kirche vom I. i6Zi.

Die Rathhauskapelle zu St. Salvator ,jener Bau Otto H ai m o s vom I. i5oi,der heiligenJungfrau geweiht, besteht aus zwey kleinen durch ei-nen offenen Bogen verbundenen Kapellen, wovon dienördliche (links) viel niedriger ist und ein vielgurtigesKreuzgewölbe hat, die südliche aber, ohne Zweifelspäterer Zusatz, viel höhere Wände und ein einfache-res Gewölbe ausweiset. Ihre Altarvorlage ist drey-seitig mit hohen und schlanken Fenstern.

Die Kapelle der deutsche» Ritter, in derSingerstraße, entstand 1Z26, nach der ältern im i5.Jahrhunderte entstandenen; ihr Baumeister soll Ge-org S ch i f f e r in g, Steinmetz aus N ö r d l i n g e ngewesen seyn. Das innere prächtige Aussehen derKapelle, im altdeutschen Style, wiewohl mit neue-rer Vergoldung, Zügen und Arabesken vermischt, diehohen, spitzen,und oben durchbrochenen Fenster/ dieschlanken, auf Marmorart gefaßten Säulen mit golde-nen Knäufen, die vielen Wapenschilder und Grabmählererinnern noch vielfach an die Prachtbaue der Groß-meister zu Marienburg. Die sehr kleine Kapellehat nur drey Fenster auf die Srraße, zwischen wel-chen, außerhalb einige Spitzsäulen und ein Giebelvon alter Arbeit, aber mit neuerm Zusatz, sich erheben.

Die jetzige P s a r r k i r ch e a m H 0 f, die ehemahli-ge von Albert III. i386 erbaute K a r m e l i te r- Kirche, ll>2ahrg. Denkwürdigkeiten. i.Vt.i.Heft. 8