Band 
II. Jahrgang. I. Band.
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ii 4 D i e Kapelle des deutschen Hauses

' (die oberen Jesuiter) ist im Innern ganz umgestalteteBesonders hat der Chor, (das Presbyterium) ein mo-dernes Ansehen , durch Verschalung des Gewölbes undÄnderung der Fenster. So haben auch die eckigenPfeiler im Schiffe, zu lächerlichem Kontraste, großerömische Kapitale. Die prunkvolle Fronte der Kirchebaute Kaiserinn E l e o n o r a 1660. Nur an der nörd-lichen Außenwand sind noch Strebepfeiler und die Do-gen der alten Fenster sichtbar geblieben.

Das Steinbild über dem Eingange desMariazellerhofes.

Das volkreiche, immer sich ausbreitende Wien hatnur wenige Häuser, welche noch Spuren eines höherenAlters an sich tragen, wenn sie auch anfallen Grund-mauern erbaut sind. Selbst die wenigen alten Bildwerke,die hier und da von Altersher an Häusern eingemau-ert zu sehen waren, verschwinden immer mehr vor denVerschönerungen einer neue» Zeit. Der alte Maria-zelle r h 0 f, ein Haus, welches der Angabe nach durcheines Hohenberg und eines Tyrna Schenkung1462 an die Benedictiner von K l e i n- M a r i a z e l lgeschenkt wurde, hat noch über seinem Eingänge ein rechtgur gearbeitetes hocherhobenes Steinbild (s. die Abbil-dung davon in den Denkwürdigkeiten) darstellend die Heil-Jungfrau mit dem Kinde unter einem gothischen Thron-himmel sitzend ; zu beyden Seiten sieht man zahlreicheVersammlungen : jene rechts dem Beschauer besteht ausMönchen und Nonnen, an deren Spitze am Throntder h. Jungfrau, der Abt kniet, eine Rolle, (dieRegel des h. Benedict?) in den Händen haltend. Zu