Anhang. i2i
tigte Zeichnungen gehalten. Diese Membranen verdie-nen es allerdings, den Kunstfreunden näher beschrie-ben und sorgfältiger untersucht zu werden, als diesesbisher geschehen, ist.
Das Registratursarchiv des löblichen Stadtmagi-strates bewahrt nähmlich noch mehrere aufPergament ge-zeichnete architektonische Riffe. Die Schriftsteller, diedieses Thurmbaues erwähnen, z. B. Tilmez, Fi-scher, Ogesser gedenken aber größtentheils nurzweyer dieser Rollen, eines Grundrisses und einesAufriffes des ausgebauten Thurmes. Die zuvorkom-mende Gefälligkeit des Herren RegistratursdireetorsStutz und des durch sein kürzlich erschienenes Werk-che», um die Beschreibung des Domes sehr verdientenRegistranten, Herrn Z i s k a, setzte mich in den Stand,aste Blätter, die sich dort befanden, genauer zu prüfen.
Es sind deren sieben, drey Grundrisse, drey Auf-risse eines Thurmes und ein Aufriß eines Taberna-kels , alle mir Tusche oder Dinte und mit der Federgezeichnet, aber von verschiedener Hand und mit un-gleicher ^Sorgfalt.
Der erste der drey Aufrisse, der eine Län-ge von 10 1/2 Schuh hat, zeigt beynahe den ganzenuntern Theil des ausgebauten Thurmes von der Süd-seite betrachtet, bis etwa dahin, wo jetzt die Uhr an-gebracht ist. Er hat unten am Rande des Pergamentesdas eben dargestellte Zeichen zwischen G und H. Die Formder Buchstaben ist die im 16. Jahrhundert übliche latei-nische Unzialschrift.
Der zweyte Aufriß ist nur ein'Bruchstück der-selben südlichen Seite und zeigt den untern Theil bis