Band 
II. Jahrgang. I. Band.
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Anhang.

Ohne Zweifel wäre die technische und wissenschaft-liche Vergleichung der Riffe mit den Thürmen zur voll-ständigen Würdigung erforderlich, und für die alteBaukunst von mehrfachem Interesse. Aber für jetzt lagdieß nicht in meiner Macht, und in der Absicht diesesAufsatzes. So viel aber muß bey der oberflächlichstenDurchsicht dieser Pläne und Aufrisse vor allem auffal-len, daß hier, wie schon oben bemerkt wurde, nirgendder Nahme des mit so großer Sicherheit angenomme-nen ersten Thurmbaumeisters Georg Häuser zulesen sey, sondern lediglich die Buchstaben G H mitdem angeführten Zeichen und der deutliche NahmeG regor H a u s e r" m i t demselben Zeichen.Kein Unbefangener kann also daran zweifeln, daß bey-de Bezeichnungen denselben, uns aus Cuspinian wohl-bekannten Freyburger, Gr ego r Häuser bedeuten,zumahl da auch das nur halbgeübte Auge einsieht, daßsowohl die ausgeschriebenen Worte, als besonders dierömischen Uncialen G II offenbar das Ende des fünf-zehnten oder das sechzehnte Jahrhundert verrathen,wo die lateinische Schrift anfing, die gothische oderMönchsschrift zu verdrängen.

Es sind also nur zwey Falle denkbar: 1 .) Entwe-der sind die Risse alt, aus Rudolphs Zeit, die Ori-ginale des ersten uns unbekannten KlosterneuburgerMeisters, die Schrift daraus aber neuerer Zusatz desGregor Häuser, oder 2.) die Risse sowohl als die Schriftsind aus späterer Zeit, entweder nach einer älterenZeichnung oder nach Hausers eigenen Messungen, dieer,nach Cuspinians Zeugniß, wirklich vorgenommen hat.