16 D er S t e p h an s fr e y t ho fu. d. Capellen.
goldnen Bulle für Wien von 1267 erwähnten S ch u-le, bie der erste Habsburger Albrecht in seiner Hand-feste von 1296 den Bürgern und dem Rath gänzlichüberlieft, (Urkundenbuch Nro. 5 «, 56 und i 55 ) , dienach der Gründung der Hochschule durch Rudolph fort-an bestand, bis die Reformation auch hier den Zwie-spalr und den Verfall herbeyführte und die Jesuitenaus den alten Trümmern, etwas ganz Neues undAnderes herstellten.
Seit des Bisthums Errichtung zählte man 18Curaten, nähmlich: 8 Achter, 4 Vikarien, 4 Levi-ten und 2 Gratianer, die aber nach der Reformationund nach der Zerstörung der Vorstädte in der erstentürkischen Belagerung zu erhalten unmöglich war,also daß Ferdinand l. die Leviten und Grarianer, läöi,eingehen lassen und eine neue Vertheilung der Ein-künfte machen mußte, nur darauf bedacht, immerdarzwey ausgezeichnete Domprediger zu haben, denendie Beförderung zu Domherrnstellen zugesagt wurde.
Als der BischofWofrach unter Ferdinand lf. denalten Bischofshof zur fürstlichen Residenz herstellteund die Curgeistlichkeit in ein anderes Haus übertra-gen wollte, ersuchte er den Rath der Stadt, rhmhrerzu: „die Summerschuel auf der Burgerschuel zuSr. Stephan sambt dem großen Saal, wie auch dieBibliothek, dann des Kirchenschreibers, der Baumei-ster und des Hüttenknechts Zimmer sambt dem Höfel"zu überlassen. Es chatte nähmlich die Sceinmetzzunftund der Baumeister, ihre Lade, von der Zeit desBaues her, im damahligen Schulhause bey St. Ste-