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II. Jahrgang. II. Band.
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D i e Kapuziner.

ten. Auf diesen Ziegeln erscheint nebst der LEG. X.G. P. F. und 1III. G. M. V. (gemina, pia felix,martia, victrix) auch noch ein Hauptmann der Bo-genschützen/ Praes. Coh. Sagittariorum. Fer-ners fanden sich noch zwey Gerippe ohne Sarg, miteiner Kupfermünze von H a d r i a n , eine große Fi-bula oder Armspange, mehrere Bruchstücke von Glas-und Thongefäßen, dann Metallplätchen, die zur Zierdeder Rüstung in ledernen Riemen an dieselbe gehängtwurden. Es zeigen sich darauf in getriebener Arbeit,eine Flotenspielerinn mit der Doppelflöte und Kämpfeaus dem Circus, mit Löwen und Bären, wobey auchdie Schutzhütten angedeutet sind, in denen die Käm-pfer wider den plötzlichen überlegenen Anfall der wil-den Thiere sich retteten und zum neuen Angriff be-reiteten.

Das Ceremoniel der Beysetzung einer Leiche auSder allerhöchsten Herrscherfamilie, ist folgendes: derLeichnam wird sogleich einbalsamirt und mit allen Zei-chen der getragenen Würden, in der Ritterstube oder inder Hofburgkirche, in einem offenen, hölzernen Sarge,mit vergoldeten Beschlägen, aus dem Paradebeit aus-gesetzt. Des Sarges Überzug ist für die regierendenHerrn und deren Gemahlinnen, schwarzer Sainmkund Goldstoff, für die Erzherzoge und Erzherzoginnenrother Sammt und Silberstoff.

Das Obersthofmeisteramt sieht nun in der Gruftdie Stätte aus, an welcher der Verblichene ruhensoll. In der Kapuzinerkirche werden alle Belh-stühle hinweggeräumt und die ganze Kirche schwarz