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II. Jahrgang. II. Band.
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Die Kapuziner. 45

ausspalirt, mit den Warnschildern und mit allenübrigen Trauerzeichen geschmückt, auch Tag undStunde der Beysetzung dem P. Guardian amtlich an-gedeutet.

Um diese Stunde versammeln sich die Kapuziner,sonst bey ihrem Gartenthor, den Augustinern gegen-über, iNtn aber beyni Klosterthore, gegenüber demBürgerspital und ziehen zu den Augustinern bis zurAnkunft der Leiche, die meist zu Wagen geführtwird, wo sie dann dem übrigen Clerus wieder vortre-ten und die allerhöchste Herrschaft mit Fackeln in dieKirche begleiten,^» welche nur diejenigen eingelassenwerden, die unmittelbar zum Leichengefolge gehören.Die Leiche wird inmitten der Kirche auf einen erhöh-ten Ort gestellt, der Fürsterzbischof vollbringt die Ein-segnung. Die Assistenten und die Kapuziner singen dievorgeschriebenen Psalmen. Darauf tragen die Kapu-ziner, bey Fackelschein, die Leiche in die Gruft hin-ein, wiederum auf einen erhöhten Ort. Nun wird dermit zwey Schlössern versehene Sarg nochmahls eröff-net. Der Obersthofmeister oder dessen Stellvertre-ter fragt den Guardian :Erkennen Sie hier in dem(oder der) Verblichenen, den durchlauchtigsten Erz-herzog rc. oder unseres allergnadigsten Herrn oderFrauen Majestät rc. V und auf die Bejahung,spricht er die förmliche Übergabe aus, worauf derGuardian antwortet:Der höchste Leichnam, ivird,nach schuldigster Obsorge, allhier bey uns, wohl ver-wahrt seyn."

Nun wird der Sarg verschlossen, den einen