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II. Jahrgang. II. Band.
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Die Servite» in der Rossau. 47

Betkelorden, sich dort selbst zu erhalten (»656). Nuneirst trat der ihnen von Ferdinand 1i. bezeigte guteWille und die dringenden Empfehlungsschreiben derGroßherzoginn Anna Biagdalena von Florenz und desErzherzogs Leopold von Tyrol, der Wirklichkeit näher.Letzterer hatte ihnen bereits mehrere Klöster und diebald sehr berühmte Wallfahrt Waldrast vertraut. Docherst i638 erkaufte P. Cherub in Odaleus das üiuu i>uische Haus und Garten in der Roffau zum Bau desKlosters und der Kirche Maria-Verkündigung/ welchea65g der päpstliche Nuntius einweihte. ErzherzogLeopold Wilhelm, jener in den Waffen und inden Künsten gleich erfahrne Fürst, der Gründer derkaiserlichen Gemähldegallerie, der Correspondent dervorzüglichsten Gelehrten Europas, war der Servileneifrigster Gönner. Ihr Stifter aber, war sein Freundund Waffengefährre auf dem blutigen Breitenfelde beyLeipzig, in Böhmen und in den Niederlanden, derGeneral-Lieutenant und Ritter des Vließes, FürstOtiavio Piccolomini d'Arragona, der nachW all en ste i ns unseligem Ende, mit dem römischenKömge Ferdinand, den Hauptsieg bey N ö r d l i n g e nerstritten. Im Jahre des westphälischen Friedens(1648) setzte der eifrige Gottesgelehrte Dr. Schil-ler, dies Kloster zum Universalerben ein. Keingerin-gererWohlthäter war ihm eben jener Hanns Thury,Bürzer und kaiserlicher Hofdiener, von welchem daswiederhergestellte Siechenals den heutigen Nahmenträgt.

In der zweyten türkischen Belagerung durch den