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II. Jahrgang. II. Band.
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74 St. Rupprecht.

St. Rupprechts geliebte Schüler Cunald und Gisalrich,Apostel der Hunnivaren, als Erbauer dieses Gottes-hauses :

Lunaldus et Gisalricus Avarum conversionidestinati Apostoli erexerunt. Anno DominiDCCXL (740).

Das eben so gehaltlose, als mit den gröbstenWidersprüchen streitende Verzeichniß der Wiener Bau-meister (Uif. Buch Nr. LXXXI 1 .) nennt als Bau-meister von St. Rupprecht den Steinmchmeister Franzvon Eisleben im Jahre 760, der 40 Jahre spaterauch die Kirche bey St. Peter erbaut habe!! Wasüber die Bauart zu sagen ist, findet sich im I. HeftS. no und!gewahrt eben so wenig einen sichern An-haltspunct, als die obgedachten, handgreiflich apocry-phen Aufzeichnungen.

Der Schottner Stiftsbrief von ii 58 ist die ersteurkundliche Quelle, die der Kirche von St. Rupprechterwähnt; sie ist aber aller Wahrscheinlichkeit der Car-lowingenzeit angehorig und steht gleich Mariastiegenim ältesten Theile der Stadt, auf einem abgesonder-ten steilen Hügel, den nun freylich, im Verlauf derJahrhunderte, die Ausfüllung deS Grabens, durch dendie heutige Kohlmeffergasse, das eine Ende des Salz-grieses und der tiefe Graben läuft und die vielenneuen Bauten, bis zur völligen Unkenntlichkeit ver-schwinden machten. Ein dritter Hügel erhob sichvon der heutigen Schlagbrücke hinauf bey St. Lorenj,ein vierter bey St. Stephansdom. Der bey Maria-stiegen aufstrebende Hügel verlängerte sich gegen die