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II. Jahrgang. III. Band.
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D i e Stadt. Ihre Lage.

fahrt und Landfracht weilbedeurender als der untere(Judenstadt, Leopoldstadt) gewesen, erscheint zum un-verkennbare» Beweise dessen, der rothe Thurm fastnur als Mauthhaus und Stromsperre, keineswegsaber als Haupt-Passage in die beyden Werder, wel-ches er erst gegen das Ende Map's k- wird. Vorherzieht sich ein weit größeres Gewühl durch das alteWerderthor und zum Theil auch durch das Salzthor;auch heißt es in Urkunden:St. Johannsspital vorWerderthor, die Augustinerbrüder außer demWerderthor," nicht: vor dem rochen Thurm.Die Fabel, daß das Holzthor einst Richardsthorgeheißen, wurde schon gelegenheitlich der Gefangen-nehmung des Löwenherz zu Erdberg und seiner Haftauf Dürrenstein gerügt unb widerlegt.

M a p 1., der sonst wenig für Wien und seineBefestigung gethan (wie er denn überhaupt leichterund lieber das Fernste als das Nächste umfaßte: er-baute gleichwohl ,5i i diesen rothen Thurm in der Ge-stalt, wie er, wiewohl unter Theresia bedeutend nie-driger gemacht, bis auf unsere Vater gekommen ist.Den über die Schlagbrücke Ankommenden wies ein,schon in den Tagen Carls Vl. großentheils erloschenesund uns von dem gelehrten St. Blasier MarguardHergott noch mit Mühe aufbewahrtes Gemählde, zwey ,ritterliche Bannerträger, Österreichs Bindenschild undder Stadt Wien weißes Kreuz im rothen Feld aufihren Fahnen, vor ihnen die Schilder: des Reichs,Österreichs, Burgundsund das ältere und neuere derStadt, das Kreuz nähmlich und den Doppeladler, das