Band 
II. Jahrgang. III. Band.
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Ihre Außen merke und Thore rc. 5g

einzige geringe Andenken ihrer ehemahligen, durchFriedrich II. und Rudolph von Habsburg, von jedemzwey Mahl ertheilten Reichsfreyheit. Das Gemähldeund die Inschrift:

Quam felix. arbs est , quae pacis tempore bellumAnte oculos ponit et sua quaeque notat.

Incassum vigilat, qui custodire putabit,

Urbem armis , si non arma Dei affuerint.

Sed Deus et virtus tutantur MaxtnilianiCaesaris haec urbis moenia cum populo.

sind mit dem Thore selbst verschwunden, und die Ver-änderung dort so groß, daß nur ein sehr geübtes Augemehr vermag, die Stätte des äußern und innern ro-then Thurmthores zu unterscheiden. Unter diesem Thorehing auch ehemahls ein Wahrzeichen Wiens, nichtminder allbekannt, als der Stock im Eisen, nähmlicheine, den Witz unserer guten Alten beurkundendeSpeckseite mit der Unterschrift:

Welche Frau ihren Mann offt raufft und schlagt.

Und ihn mit solcher kalten Laugen zwa'cht,

Der soll den Pakhen lassen henckenIhr ist ein anderer Kirch-Tag zu schenken.

Welcher kommt durch diese Porten,

Dem rath ich mit getreuen Worten,

Daß er halt Fried in dieser Stadt,

Oder er macht sich selbst Unrath.

Daß ihn zween Knechte zum Richter weisen,

Und schlagen ihn in Stock und Eisen.

Schon in den Zeiten des Aneas Sylvius wurdendie bis in den fernsten Norden als wehrhafte Kauf-leute ziehenden Wiener, von ihren Handelsfreunden