Kupferklarung.
Franz, der ihn mit Gunstbezeugungen überhäufte. — EinesTagS ließ ihn der König rufen, und verlangte zu dem Be-cher und dem Becken, welche er bereits von Cellini's Handbesäße, auch ein ähnliches Salzfaß. Der Künstler bringt dasModell, der König ist von dessen Schönheit entzückt, und ver,langt, daß es von Gold gemacht werde. Auf Cellini's Äuße-rung, daß er hierzu tausend gewichtige Goldgulden brauche,gibt der König seinem Schatzmeister Befehl, die verlangte Sum-me dem Künstler auszuzahlen. Sogleich wurde das kostbareSalzfaß in die Arbeit genommen, woran unter Cellini's Lei-tung mehrere Gesellen, besonders Deutsche, deren Fleiß erhöchlich rühmt, arbeiteten. Hier gibt er npch salzende nähereBestimmungen seines Werkes an : „Das Werk'', sagt er, „hatte„ich auf eine Bahre von schwarzem Ebenholze gesetzt, diese war„yon gehöriger Stärke und von einem Gurt umgeben, in de-„nen ich vier Figuren von Gold ausgetheilt hatte, die mehr„als halb erhoben waren; sie stellten die Nacht und den Tag„vor, auch die Morgenröthe war dabey; dann waren„noch vier andere Figuren von derselben Größe 'angebracht,„welche die vier Hauptwinde vorstellten, so sauber gearbeitet,„und emaillirt, als man sich nur denken kann-''
So weit Cellini. Hierzu bemerken wir noch, daß an denbeyden Borwänden des kleinen Tempels, der als Pfefferfaßdient» auf der einen Seite die drey französischen Lilien, undauf der andern der gekrönte Buchstabe F < unter welchem einSalamander in lodernden Flammen ldieses Königs bekanntesSinnbild) in blauer Email erscheint. Die Früchte, Blumen,Thiere, welche die Hauptfiguren umgeben, glänzen in den herr-lichsten Schmelzfarben. Wenn man dem Künstler bey den zwarschön gezeichneten und kunstvoll behandelten Figuren des Meeresund der Erde, gezwungene.Stellungen vorwerfen kann, so sinddie, den Gurt zierenden hocherhobenen Figuren unübertrefflichgelungen. Was die Technik des Werkes anlangt» so gehörtes zu der sogenannten Grosserie, wovon Cellini, der