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II. Jahrgang. IIII. Band.
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28 D i e Landstraße, die Weißgärber,

Als wahrend der zweyten türkische» BelagerungWiens, auch Klosterneuburg von den Türken wüthendgestürmt, von dem Layenbruder Marce llin Ort-ner aber heldenmükhig vertheidiget wurde, stecktendie fliehenden Barbaren, rachedurstig, die WienerVorstadt sammt dem Hospital in Brand. Jene Hun-de waren dort in ihrem Stall eingesperrt. Alles rings-um, ging lichterloh in Flammen aus, sogar ein, hartan diesem Stalle stehender, grüner Nußbaum. DerStall selbst blieb unversehrt. Dieser Umstand trugÜberaus viel dazu bey, den Muth der Belagertenaufrecht zu erhalten, die sich hiedurch von der Stif-terinn Agnes selbst, ein Wahrzeichen der Rettungund Erhaltung gegeben wähnten. Im letzten JahreTheresiens kauften die Erdberger Gärtner das Rüden-haus für 10,000 fl. vom Vicedom-Amt und die Kai-serinn schenkte ihnen den alten Donaurinnsal mit demstehenden Wasser. Die Fruchtbarkeit der ErdbergerFruchtgärten begeisterte schon in den Tagen Carls VI.einen Wiener Dichter, der sein Latein und seine poe-tische Ader von den Jesuiten hergehohlt, zu folgen-den Versen:

Oe Eerlilitste Ilortornm Ilerdgriorutn inEnlberg.

Aspice dispositos incerta lege penates ,

Junclaque sunt laribus, quae juga culta suis.

Thessalicis non illa quidem staut aemula pratis,

Aut sacra queis celebret rura sat apta Pales :

Deducatque suas Gargeticus hospes Athenas,

Formet ubi molles picta per arva Sophos.