Band 
Erster Band. A bis Comparativ.
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der Siede'/ nickt eher gewachsen wäre, bis ihm seine Muttvr vvmMars den Bruder Unteres geboren hätte. Nach einigen neuernAuslegern ist jedoch der Anteros eine der Liebe feindselige Gott-heit oder die Antipathie.

Anthologie, die, (a. d. Griech.), die Blumenlese. Figür-lich wird dieses Wort von Auswahlen, Sammlungen überhaupt, be-sonders in Rücksicht auf Gedichte und andere Aufsätze, gebraucht.

Anthropolithen (a. d. Griech.), Versteinerungen menschli-cher Körper, oder Körpertheile. M. s. übrigens den Art. Berstet-ii eräugen.

Anthropologie, die, (a. d. Griech.) die Wissenschaft desMenschen, und zwar des gangen Menschen, in Rücksicht auf Körperund Geist Und die Verbiudung deider betrachtet. Man kann die An-thropologie ein Gemälde des Menschen nennen. Sie setzt pbvsiolo-gische und philosophische Kenntnisse voraus. Unter den neuern Schriftteu über diese Wissenschaft zeichnet sichPlatners Anthropologie äUSe" Anthropvmorpüosis, die, (Griech,) auch der Anthro-pomorphismus, wenn mau sich Gott unter einer menschlichenGestalt, überhaupt unter menschlichen Eigenschaften denkt.

^ AnthropopHagen (ä. ist Gribch'.), Menschenftffer. S- die-sen Artikel. , . r

Antichambre (Franz., spr. Angtischangber), das Eorzkmmer,Vorgemach in den Palästen der Großen.

Antichrist (Griech.), Gegner, Erbfeind und Widersacher desChristenthums. Wer denn eigentlich dieser Antichrist slsivesen ? darr«bor haben sich die Theologen der Vorzeit mit lächerlichen und un-nützen Untersuchungen und Streitigkeiten die Köpfe zerbrochen.

''' A n ci datiron (richtiger anredatireu, Lat.), die Tagezahl oderIekangnbc vorrücken - unter einen Bnefckdcr sonst eine Schrift einfrüheres Darum setzen, als dasjenige ist, unter welchem das Schrei-ben abgefaßt wird.

Ankidotum (a. d. Griech.), das Gegengift; eine solche Ma-terie, welche die Wirkn»« eines zu sich geuvmmeücn Giftes ver-hindert und solches unschädlich macht.

Antigvne. Unket mehren, Griechinnen dieses Namens istvorzüglich Antigvne, Tochter des OedipuS und der Jvkasta, undSchwester des Eteokles und Polynikes bekannt. Curixides und So-phokles haben diesen Charakter in ihren Trauerspielen bearbeitet.Nachdem sich Iokastens Bruder Ärevn des Tbrons von Theben bemäch-tigt halte, ließ er den Körper des Polynikes — Antigonens Bru-der — unter freien Himmel weifen und ausdrücklich verbiete«, ihnzu begraben; allein Anlrtzone begab sich mit ihres Bruders Gemah-lin des Nachts aus der Stadt und lögt« ihn auf einen Holzstoß.Unglücklicherweise siel sie der Wache in die Hände: Krcon übergab siedem Hämvn, um sie umzubringen; Hämon hingegen, welcher in sieverliebt war, übergab sie, trotz dem Befehl feines Vaters, einemHirre», und zeugte einen Sohn mit ihr, welcher jedoch durch einMuttermal von Kreon erkannt wurde. Vergebens bar Herkules fürden Hämon, und Hämon brachte sich nebst der Antigvne selbst umsLeben.

Antike oder Antique, die, (a. d. Lat.) im weiter» Sinnealle Denkmäler der Kunst, die,uns von den Völkern, wo sie el-edemblühte, übrig sind; im engern Sinne die vorzüglichsten Ueberblcib-sel vv» Stäkükn, Basreliefs, Münzen, geschnittenen Steinen, .Ge»