Band 
Erster Band. A bis Comparativ.
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Keller mußte» erobert werden, ehe man sich des Ortes Meister nennenkonnte» und Loch war der Besitz immer von wenig Dauer. Erst gegenden Abend gelang es der ersten und zweiten Oesterreichis-ben KolonneAsparn zu behaupten, welches unterdessen ei» Raub der Flammen ge-worden war.

Während die Oesterreichs auf ihrem reckten Flügel bei Asparnsiegreich waren, besezten die vierte und fünfte Kolonne am linken FlU-get Enzersdorf, welches die Franzosen verlassen hatten und machteeinen fruchtlosen Angriff auf Eßling. Die dritte Kolonne aber warmir der Französischen Linie zwischen Asparn und Eßling in ein Treffe»verwickelt, das von beiden Seiten mit der größten Erbitte.ung gelie-fert wurde, aber ohne Entscheidung blieb. Wahrend dem rückte derFürst Lichtenstein mit dem Reservekorps der Kavallerie vor und dieFranzösische Kavallerie ruckte ihm entgegen. Man focht mit unglaub-licher Scandhafrigkeit und Tapferkeit; zuletzt zog sich die FranzösischeKavallerie in ihre Linie zurück und die Oesterrcickilche schloß sich an diedritte Kolonne au. Ueberhaupl machte die Nacht dem Blutbade einEnde.

Den 22. in der Frühe nm 4 Uhr fing die Schlacht aufs neue an.Der Kampf um Asparn begann anfs »cne mit wechfelstitigem Glücke,bis endlich die Oestcrrejcher für immer Meister von den Ruinen blie-ben. Dieses unglückliche Dorf hatte an beiden Lagen iz Angriffe aus-halten müssen.

Die beiden Hauptarmeen waren auf der Fläche zwischen Asparnund Eßling seit dem Anbruch des Tages im Kampf begriffen. DieFranzösische Infanterie stand in großen Abtheilungen aufmarschirt undzwischen ihr die schwere Kavallerie in Massen formirt; eine ungeheureMenge Kanonen und Haubitzen deckte die Fronte. Bon Oess rreichi-siher Seite iranden die Corps des Grafen Bellegarde und des FürstenHohenzollern entgegen. An diese schloß sich die Reservckavallerie desFUrsten Lichtenstein und eine zahlreiche Artillerie. Man glaubt, daßÜber 402 Kanonen von beiden Seiten im Spiel waren und die älte-sten Soldaten erinnerten sich nicht eines ähnlichen Feuers, als an die-Au Tage unterhalten wurde. Kaiser Napoleon durchritt seineReihen, und munterte die Krieger anf. Der Erzherzog Karl ent-stammte den Muth der Oesterreichec, er ergriff selbst die Fahne deS

bereits wankenden Bataillons Zach und flößte ihm neue Begeisterunge">- Die meisten von seiner Umgebung wurden verwundet.

Der Erzherzog hatte den Plan entworfen, die Französische Schiff-brücke, welche von dem rechten Ufer der Donau in die Lobau führte,zu zerstören. Er ließ durch den Hauprmann Magdeburg Schiffmühlenund schwer beladene Schiffe die Donau hinabschwimmen, welche diedrucke zertrümmerten. Diese glückliche Unternehmung zerriß die Kom-munikation zwischen der Französischen Hauprarince und der Reserveam rechten Ufer und verhinderte die Zufuhr der Munition. Sobald-«reicher das Gelingen dieser Unternehmung erfuhren, mach--b" ihre Angriffe um y Uhr des Morgens mit der größten Macht

»le Französische Stellung. Das Feuer wurde ununterbrochenzorrgeietzt und die öfter« schnell auf einander gefolgten Angriffe, sowohlnnr oem Säbel, als mit dem Bajonette, waren io heftig, daß dieKriegsgelchichte nur wenig ähnliche Beispiele auszuweisen hatte- DieFranzvsilche Armee war in die engste Stellung kvnzentrirt, und vcr-tyeivigte sich standhaft, aber sie kämpfte nicht mehr um den Sieg,sondern um ihre Erhaltung und um einen sichern Rückzug auf die 2 »-