Band 
Erster Band. A bis Comparativ.
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Aug 15z

Nahe an den Kränze» dieser schnell überwältigten Monarchie war dieSzene des mörderischen Kampfes bet Eylau im Februar 1807, wel-chen die Armee des Kaisers Napoleon und das Russische Heer mirgleich!r Tapferkeit und Ausdauer kämpften, und worin das Cor>, sdes Marscballs Augercau durch die Verwundung seines unerschrok-kenen Befehlshabers seiner Anführung beraubr wurde. Die Wundennöthigten den Marschall die Armee zu verlassen und nach Frankreichzurückzukehren. Seitdem lebte er zurückgezogen; i8ir in den erstenMonaten sandte ihn Napoleon nach Spanien, um das Kommandoeines Armcccorpö zu übernehmen. Späterhin ist er aus Spanienwieder zurückgekehrt.

Augias, König von Elis in Griechenland, welcher einen sehrgroßen Stall hatte, worin er zcoo Ochsen hielt, und der in zo Jah-ren nicht ausgemistet worden war. Augias v rdingte die Aus-mistung dieses Stalles an den Herkules, welcher sich dieser Arbeitglücklich entledigte, indem er den F!uß AlpbeuS in den Stall leitete.Augias wollte jedoch den Herkules nicht bezahlen, und verbannte sei-nen Sobn, weicher für den Herkules zeugte; worauf Herkules iuElis einfiel, den Augias umbrachte, und seinen Sohn auf den Thronsetzte. Daher das Sprichwort den Stall des Augias ausmi-sten, dessen man sich von einer mühsamen, schmutzigen und zugleichundankbaren Arbeit bedient.

Augsburg (Lat. ^.uAusla Vinäelioormn): diese ehemaligefreie Reichsstadt wurde durch den zwischen Oestreich und Frankreichgeschlossenen Prcsburgcr Frieden (d. 26. Dec. 1805) dem Kvuige vonBaiern bestimmt. Zwar protestirte der Magistrat förmlich beimReichstage gegen Vaierns Besitznahme; allein das Reich konnte hier-bei nichts thun, da der Französische Kaiser es zu einem Vergrvße-rungsgegenstand Baierns bestimmt hatte. Dem zu Folge erschienam 4. März 1806 der Französische General Ren« n»d übergab imNamen feines Herrn die Stadt Augsburg nebst ibrem Gebiete denBäurischen Comnussarien, welche es denn auch übernahmen und sichden Huldigungseid ablegen ließen. Augsburg ist eine große,schon gebaute und befestigte Stadt in Schwaben an der BaierschenGränze. Man schätzt die Aalst der Einwohner daselbst aus 37 bisZ8000. Fabriken und Manufakturen mancherlei Art, die bis jetztnoch berühmte Gold- und Silber-Arbeit, die feinen Kattune, dieKupftrstcchcr-Knnst, der Buchhandel und mehrere Gewerbe, Künsteund Wissenschaften machen diese Stadt berübwt. Von ihr hat dasVrsklmm Augsburq seinen Namen.

Augsburgische Cvnfession, die, heißt das von den Pro-testanten auf dem Reichstage zu Augsburg izzo, dem Kaiser nudReiche übergebene und mit der Unterschrift der protestantische» Rcichs-stande bekräftigte Glaubensbekenntniß. Lutb er hatte dieses Glau»vcnsbekcnntniß, auf Befehl des Kurfürsten von Sachsen. Johann'sdes Beständigen, in Torgan in 17 Artikeln abgefassct; allein dasein Stil zu heftig war, so hatte es Philipp Melanchth 0 n, aufkurfürstlichen Befehl und mit Einwilligung der sämmtliche» protestan-tischen Fürsten und Theologen, umgearbeitet. Diese Umarbeitungwurde dem Reichstage am 2Z. Juni izzo übergeben und derselbenvorgelesen. Das Original ist lindem Kaiserlich-Oestreichischen Archivbefindlich, und nach solchem die zu Wiktcnbcrg 1551 erschieneue Aus-gabe der Augsburgischcn Confessivn abgedruckt. Iu der Folge änderteaber Melanchlhvn eigenmächtig Einiges in derselben ab, und diese