Band 
Erster Band. A bis Comparativ.
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veränderte Ausgabe erschien 1540. Es entstand nun ein Unterschiedzwlscden der unveränderten und veränderten AugsburgUchenConfession; jene, dem Reichstage übcrgebene, ist von den Luthera-nern, diese, von Melanchthon veränderte, bei den Reformirten an-genommen.

Augur, der. Auguren waren Römische Priester, die aus demFinge, dem Gesänge und dem Fressen der Vogel, auch aus andernin der Lust sich ereignenden Dingen prophezeiten. Sie spielte» einegroße Rolle in der Römischen Repnblik; sie konnten die wichtigstenGeschäfte hemmen, sobald sie ein böses Zeichen gesehen zu habenvorgaben. .

August H. (Friedrich) Kurfürst ovn Sachsen und Komg vonPolen, zweiter Sohn von Johann Georg III. Kurs. v. Sachsen«nd von Anna Sovbie, Tochter Friedrich Hl.. Königs von Dä-nemark. wurde zu Dresden am 12. Mai 1670 geboren. Die Naturhatte ibn mit außerordentticher Leibesstckrke und Gewandtheit ausge-stattet und die sorgfältigste Erziehung entwickelte in ihm einen Ge-schmack für alles Schöne und für geistige Beschäftigung, deren Ein-fluß sich in allen spätern Verhältnissen seines Lebens offenbarte. —Er machte seme erste Campagne am Nheine, wo sein Vater, mit demKurs. v. Bayern vereinigt, die Rerchsarmee kommandirte. — Mehrvon den Feinde», als von dem väterlichen Lehrer, lernte er hier dieKriegskunst, so wie er seinem frühern Lukenthalt in Frankreich, jenenfeinen Ton, den Geschmack für Lurus und schöne Künste verdankte,der in der Folge den Sächsischen Hof nach dem vonLudwig Ik. zumglänzendsten in Europa machte. Nach dem Tode seines Vaters imJahr tsy i ging er nach Wien, wo er mit dein damaligen ErzherzogJoseph, nachher Joseph I., eine enge Freundschaft schloß, dieihn lange in Oesterreichs Interessen hielt. Durch den Tod seines äl-tern Bruders, Johann Georg I V., wurde er regierender Kurfürstvon Sachsen. Als solcher übernahm er 16YZ das Commanvo derOestcrrei-bischcn Armeen gegen die Türken, welche in Siebenbürgeneinzudringen drohten. Er hatte in diesem und im folgenden Fcldzugekeine entscheidenden Succeffe. — Im Herbst 1696 verließ er dieArmee, um Mitbewerber des Polnischen Throns zu werden.

Johannes Sobieski hatte drei Söhne hinterlassen, alleinder Französische Hof hatte nicht vergessen, was im I. 1672 von die-sem Füriren, der damals nicht geahndet, daß er bald selbst zur Re-gierung gelangen werde, an Ludwig XIV. im Namen vieler Pol-nischen Großen geschrieben worden, um von ihm entweder Türen neoder Cond« als König zu erhalte», oder einen Prinzen von Conti,der damals noch Kind war, unter Lnrennes Vormundschaft. Tü-re nne und Conds waren seit dem gestorben, allein Conti warjetzt kein Kind mehr. Der Abbe von Sokgnac, Franz. Gesandter inWarschau, setzte alle Hülfsmittel der Intrigue, der Bestechung undder Beredsamkeit in Bewegung, um jetzt den Prinzen von Contiauf den Polnischen Thron zu bringen. Alles schien diesen zu begün-stigen , alsI 0 hann Przepend 0 wtski unerwartet den Kurfürstenvon Sachsen vermochte als Mitbewerber aufzutreten. — Die Erstendes Reichs unterstützte» allerdings Conti, aber August stand miteiner Armee an den Gränzen. Er hatte mehrere Rechte und Ansprü-che in seinen Dculjchen Staaten verkauft, um Geld zu machen, under wendete dieses Geld dazu an, sich Stimmen zu erkaufen. — Eilegte die lutheriiche Religion ab, und nahm die der neuen Unter-