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Baccbante, die, ein Frauenzimmer, wenn es den geh-imenGottesdienst des Bacchus festlich begeht. Die Bacchantinnenhieß. n auch Manaden, Th >' adenu. s. w. nach der verschiedenenArt ihres Geschrei» oder ihrer Raserei, auch bisweilen Eleusiuie-rin n . n (s. Or gi a). Im ersten Theile des Agathen von Wielandbefindet sich eine Sch'ldernnq dieser Frauenzimm'er, mit welcher dieBorst-llvnq von Moritz (Götlerlchrc S. 172) einen seltsamen Cvnkrastbilder. Die alte «»»ist liefert uns mehrere geschnittene Steine nntBacchantinnen, und auch neuere Künstler stellen uns unter diesemCharakter auS'chweifcnde Frauenzimmer dar; wiewohl eine begei-sterte, gleichsam ub-.r die Menschheit erhabene Priester!» d,eS Bacchusauck einer erhabenen Darstellung fähig ist.
Bacchus. Wir finden bei den Alten mehrerer Bacchus -er-wabnr d-.m-n allen eine verschiedene Abkunft zugeschrieben wird.Dies s bar unter den Myrbvloge» die Frage veranlaßt, ob es mehrereBacchus gegeben; oder ob man nur einen einzigen anzunehmen habe?Wir sprechen hier (wenn es wirklich mehrere gegeben Hai) bloß vondem bernkmtefie», weicher ein Soll» des Jupittrs und der Sem.cle(s. Semele) war. und den man gemeiniglich denThebanischrnBacchus nenn,. Die Nymphen erzoe.cn ibn in einer Jugend —wäh-rend welcher ibn die Dichtungen gleichsam in süßem Schlummer tau-melnd darstellte» — bis sich ansein Mal seine furchtbare Macht ent-hüllte. Als einst die Secraudir den Bacchus entführen und bindenwollten, fielen dem lächelnden Knaben die Banden von selbst ab undähnliche Vorfälle bestätigten seine Göttlichkeit. Er erfand den Wein-bau. Mit einem Kriogsbecr von Mann -rn und Weibern, das mitfreudigem Getümmel cinh r zog von Satyrn und Faunen mir Pfei-fen und Cymbein und von Bacchantinnen mir langen Stäben, dieMit Weinreben umflochten waren, begleitet, allerhand wilde Thiere,als Löwen. Panther, Tiger, bei sich führend; trat er seinen be-rühmten guq nachJndienan, und breitste seine wohlthätigenEroberungen bis an den Ganges aus. Er lehrte die besiegten Völkerhoaern Lebensgenuß, den W inban und Gesetze. Er vollendete diesenAug in drei Jahren > zu dessen Andenken nachher alle drei Jähre Fe-ste gefeiert wurden (s. den vor. Art.). Seine Gemahlin war Ariad-ne, des «onias Minos in Kreta Tochter. — „Des Bacchus hobesUrbild " saat Moritz, , war die immer schwellende Lebenssülle derNatur, womit sie dem Geweihten begeisternden Genuß und süßenTaumel ans ihrem fiszäumcnden Becher schenkt. Der Dienst des Bac-chus war daher, so wieder Dienst der Ceres, geheim,,ißvoll; dennbeide Gottheiten sind ein Sinnbild der ganzen wohlthätige« Natur,die keines Sterblichen Blick umfaßt, und deren Heiligkeit keiner un-gestraft entweiht." Wa« die Darstellung des Bacchus durch die bil-dende Kunst betrifft, so sagt Winkel mann: Bacchus erscheint inidealischer Jugend, von Verschnittenen genommen, mit der männli--chen Jug.nd vermischt, nach verschiedene» Altern bis zu einem voll-kommenen Gewächse, und in den schönsten Figuren allzeit mit feinen undrunde» Gliedern, und mit völligen und ausschweifenden Hüften desweiblichen Geschlechts. — Das Bild des Bacchus ist ein schönerKnabe, welcher die Gränzen des Frühlings des Lebens und der Jüng-ltngsschgst betritt, bei welchen die Regung der Wollust, wie diezarte Spitze einer Pflanze, zu keimen ankängr, und welcher, wieSchlummer und Wacher,, in einen entzückenden Traum halb verfi'nkt,vce Bilder desselben zu sammeln und sie wahr zu machen anfangt.