Band 
Erster Band. A bis Comparativ.
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bekannten 6 Fugen flies Clavier — Karl Philipp Cmanuel,1714 zu Weimar geboren und 1788 zu Hamburg gestorben, kam,nachdem er zu Leipzig die Rechtsgelehrsamkeit studirt hatte, als Mu-sikus in kvnigl. Preußische Dienste nach Berlin, nnd ward endlich Mu-sikdirektor zu Hamburg. Er bar mehreniheils für das Clavier gear-beitet, auch Melodien zu Gellerrs geistlichen Liedern der ausgegeben,und sein Versuch über die wahre Art, Clavier zu spie-len, ist noch immer das einzige klassische Werk in seiner Art. —Johann Christoph Friedrich, geboren 1732, Koncertmeisterzu Bückeburg. ein großer Orgelspieler, der auch durch seine heraus-gegebenen Musikalien bekannt ist. — Johann Christian (derEnglische genannt), geboren 1735 zu Leipzig, gestorben zu Lon-don ,782, welcher wegen der galanten Manier, in der er geschrieben,lange Keil ein Lieblings-Komponist gewesen ist.

Büchaumont, Fran^ois le Coigneur, geboren zu Paris 1624,gestorben daselbst 1702. Sein Barer war Parlamentspräfident inParis, und sein Sohn wurde frühzeitig dabei als geistlicher Rathaufgenommen. Er nahm Partei gegen den Hof, und verglich einstdas Parlament mit Schulkunden, die in den Graben von Paris sichmit Schleudern vergnügte», sich schnell bei dem Anblicke eines Poli-zeibeamlen trennten, aber gleich wieder zu ihrem Spiele zurück-kebrten, wenn sie ihn aus dem Gesichte verloren hätten. DieserVergleich gefiel, und die Feinde des Kardinals Mazarin trugenzum Kennzeichen Hutbänder in Gestalt einer Schleuder, nnd mannannte sie Frondeurs. Diese Streitigkeiten gaben Veranlassungzu einer großen Menge von Epigrammen. Bachaumont besaßviel Geschmack und Talent zur Dichtkunst, und zog sich ins Privatle-ben zurück, um ganz seiner Neigung zu leben. Gleichheit des Ge-schmacks, des Charakters und der Lebensart knüpft-n zwischen ihmund Chapelle eine innige Freundschaft, und beide arbeiteten ge-meinschaftlich an jener angenehmen Reiftbeschreibung. welche unterden Freunden der leichten, tändelnd anmuthigen Poesie so vielenBeifall erhielt. Außerdem rüdren noch mehrere Lieder der leichtenfröhlichen Gattung von ihm her, die aber zu sehr zerstreut sind, alsdaß man sie gehörig zu sammeln im Stande wäre. Lefevre de St.Marc hat eine solche Sammlung veranstaltet, doch wagt er es nicht,zu behaupten, daß sie alle von ihm herrühren.

Bacher (Franz Maria), Geschäftsträger des Franz. Hofs beidem Reichstaae zu Regensburg, Mitglied der Ehrenlegion. Er betratseine diplomatische Laufbahn als Gesandtschastssekretär in der Schwer»unter Barthelemy. Gegen Ende des Jahrs 179z wurde er beauf-tragt, die Auswechslung der Tochter Ludwigs XVl. gegen vre De-putieren, welche Dümvuriez den Kaiserlichen in die Hände ge-liefert hatte, zu uegoziren. Er holte sie den 24. December in Hü-ningen ab, stieg mir ihr in den Wagen und übergab sie dem Prinzenp 0 n Gavres. Man hatte die Bemerkung gemacht, daß er sie stets,gegen die damals in Frankreich vorgeschriebene Gewohnheit» Ma-dame nannte, und ihr überhaupt mit vieler Achtung begegnete. BeiBarthelemys Ernennung zum Direktor nahm er dessen Stellebei den Schweizerkanron« ein. Seine vermeinte Verbindung mitjenem verursachte ihm einige Verdrüßlichkeit: nach der Revolutionvom l8. Frnktidor (4. September 1797) wurden seine Papiere ver-siegelt; doch hatte dieses Cretgniß weiter kerne Folgen für ihn, undrr blieb auf seinem Posten, Im November desselben Jahres übergab