Band 
Erster Band. A bis Comparativ.
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ten seinen Ruhm über ganz Europa. Seim niedrige Geburt war Ur-sache, daß er stecs eine» Mangel an den feinern ttmgangssircen undeine anßerordenrliche Gradheit behielt. Lndwrg XtV. schätzte ihnsehr, und verdankte ihm den größten Theil der Achtung , die damalsdie Französische Marine bei andern Nationen genoß. Linst war JeanVaert in Versailles, und der König, der ihn da antraf, redete ihnan: „Jean Bacrt, ich habe Euch zum Besehlsbaber eines Geschwadersgemacht." Sure, da haben Sie wohl gethan, antwortete der Ses-niann. Die Hoflcute lachten laut über diese naive Antwort, und Lud-wig sagte zu denselbenDieß ist die Antwort eines Mannes, der sei-nen Werth fühlt. Jean Baert rechtfertigt« bald das Vertrauen desKönigs. Er that der feindlichen Flotte der Holländer und Engländerganz außerordentlichen Schaden, brachte eine große Zahl ihrer Schiffeauf und verbrannte andere, bewerkstelligte eine Landung in Newkastle,und verheerte das Land. Gegen das Ende des Jahrs isyr lies er mirdrei Kriegsschiffen auS und begegnete einer Holländischen Flotte, diemit Gerraide beladen aus dem Baltischen Meere kam, schlug dieSchiffe, die sie deckten, und nahm iS Kauffahrteischiffe. Im Iaht1694 mangelte es in Frankreich an Getreide, doch gelang es ihm, inden Hafen Dünkirchen, ungeachtet der Wachsamkeit der Engländer,immer Schiffe mit Getreide einlaufen zu lassen, und da er einst eineAnzahl solcher Schiffe auf die kühnste Art den Engländern entriß, inderen Hände sie gefallen waren, wurde er iu Adelstand erhoben- Alser tüyS die Engländer getauscht harre, die mit einer drei Mal stärker»Eskader den Hafen b locker reu, traf er auf die Holländische Flotte, dieaus der Ostsee kam, und aus i ic> Segeln bestand, die fünf Fregattendeckten. Bald siel diese Bedeckung mit qo Schiffen in die Gewalt deeFranzosen; aber eben da er diese Prisen nach Dünkirchen führte, er-schienen >z Holländische Linienschiffe, und er mußte, um diesem un-gleichen Kampfe zu entgehe», den größten Theil seiner Beute ver-brennen. Nur der Friede, der in Rpswick geschlossen wurde, konntedie Thaten dieses großen Seeheldm endige», und er brachte nun dielezten Jahre seines Lebens in Dünkirchen zu. Er starb auch da a«27. April 1702 an Seitenstechen, eben da der Spanische Successions-krieg ansbrach, der seiner Erfahrung und seinem Muthe Veranlassungzu neuen glänzenden Thaten gegeben hatte.

Bastas, eine Art Ostindischer weißer Kattnn, die in Hamburgund Amsterdam und auch in England hänsig in kleinen DeffeinS ge-druckt werden, und so in den Handcl kommen.

Bagdad, 43° ick' L. von Paris, zz° 15' N. B. Hauptstadtdes Paschaliks gleiches Namens in Asien, (daü 170 Meilen lang undIZ2 Meilen breit ist, 7^ Million Piaster einbringt und eine Kriegs-macht von zo.ooo Mann bat,) am Tigris; die Häuser und Mauer»meistens von Backsteinen gebaut, die Straßen enge, r->,ooo Einwoh-ner, Moscheen, Karavanserais, Vazars n. s. w. Seiden-Banmwoll-Wollfabnken; wichtiger Handel mir Seide, persischen Aporhekelwaa-rcn, indischen Stoffen und Shawls. Die Perser, denen diese Stadtgehörte, thun aus Andacht viele Wallfahrten dahin, weil Ali ihrProphet sich da aufgehalten hatte. Im Jahr iszs wurde sie von de»Türken erobert, während der Schach von Persien gegen den Mog">zu Felde lag, und auch ,742 im Kriege wider die Perser behauptet-Den rüen Mai 1760 verwüstete ein Erdbeben einen großen The»dieser Stadt. Das alte Bagdad, einst die Residenz der Kalifen, laga» der Westseite des Flusses, wo man noch die Ruinen erblickt.