Bag Bar 179
- Vaggeseu, Jens, geboren 176. zu. . . im Dänischen. Er
> bereise ce auf Kosten der Regierung mehrmalen Deutschland, die Schweiz,
> Frankreich und England, war dann eine Zeitlang Äönigl. Direktor desi großen Theaters in Kopenhagen, privatrsirte darauf mehrere Jahre ina Paris, wo er bei Marly ein kleines Gur besaß, kehrte i8io in sei»
» Vaterland zurück und ward Professor der Dänischen Sprache und Lite-
s rarur in Kiel. Er ist eben so sehr in seiner Muttersprache, als in der
* Deutschen, als Dichter und prosaischer Schriftsteller berühmt. Er hat>- einen reichen vvllauSstrvmenden Geist, mit der regsamsten Empfäng-
i- lichkeic für Wahrheit und Schönheit. Unverkennbare Aehnlichkeit der
s Stimmung macht ihn zu Voßens Geistesverwandten, nur unterschei-
w det Löß einfache, prunclose, gediegene Kraft, Baggesen mehr dichte-
se rische Begeisterung und Zartheit in der Aeusserung. Sein vornehmstes
e, Gedicht bleibt immer Partheuais, oder die Alpenreise; ein idyllisches
it Epos in iL Gesängen. Kühne neue Wortbildungen und feurige Zeich-ne nungen unterscheiden es- Die Einmischung mythischer, phantastischer
>ie Wesen in veu modernen Stoff ist getadelt worden.
hr Bagralhi 0 n, c Fürst) Russischer General, gilt für einen ge-rn schickten Befehlshaber bei der Russische» Armee. Er war in den bei-rr, den Feldzügen 1702 und 1794 gegen die Polen angestellt, zeichnete sich
rre bei mehreren Gelegenheiten aus und erhielt von Kathariuen Beweise
ia ihrer Erkenntlichkeit. 1799 befehligte er unter Suwarow in Italien
lll und zeigte von neuem viele persönliche Tapferkeit und Einsicht, uament-
:r>> lich in den Schlachten an der Adda und der Lrebia. 1805 ward er
die zum zweiten Mal gegen die Franzosen angestellt: er kommandrrte
ten eines der ersten Russischen Corps, die den Oesterreich«» zu Hülfe
oel kamen, wurde zwar bei Junrersdork am rü. Nvv. von dem KorpS
er- des Prinzen Mürat eingeschlossen, schlug sich aber heldenmüthig mit
ar- dem Bajonnet durch, vereinigte sich am 19. Nov. mrt der Armee
er- des General Kutusow bei Wischau, und brachte, obgleich nicht ohne
ntt einigen Verlust, selbst noch einige Trophäen mit. Auch zeichnete er
die sich in der Schlacht von Austerlitz aus, wo seine Division beinahe pie
am einzige war, die mit einigem Erfolg focht- In dem Feldzuge 1806
»6- kommandirte er die Avantgarde der Russischen Armee, und hatte meb-
M rere Kämpfe gegen die immer erneuerten Angriffe des Feindes zu be-
stehen. Er machte den Antrag zum Waffenstillstände, auf den der Til-M fiter Friede folgte. Später war er Kommandlrendee der finnländischenge- Armee gegen Schweden.
Bahrdt, Carl Friedrich, geboren 1741 zu Bistdofswerda imM Meißnischen Kreise, gestorben zu Halle im M-gdebnrgiichen 1792.
m>d Er war zuerst Prediger und Professor der geistlichen Philologie zu
lgs- Leipzig. Wegen seines bekannt gewordenen Umgangs mit einer ge-
ler» meinen Dirne mußte er Leipzig verlassen, ward Professor der Pbrlvso-
>»b? Es zu Erfurt, ließ sich hier abwesend zu Erlangen die theologische
n>b- Doktorwürde geben, ward hierauf Professor der Theologie zu Gießen,
«ach dresem Direktor des Philanthropins zu Marschlms in Graubün-M den, ferner Generalsuperintcndcnt bei dem Grafen von Leiningen Dachs-ihk bürg, wo er das Heidesdeimer Pbilauthrvpin errimkete Von bier aus
de» floh er, weil er die, nach Erscheinung der zweiten Ausaabe seiner
Igel neuesten Offenbarungen Gottes» oder der UebeHetzung deSüet- neuen Testaments, von dem Reichshofrathe bei Strafe der V- rwei-M sung aus dem Deutschen Reiche ihm auferlegte Widerrufung seinerlas geäußerten heterodvren theologischen Meinungen, besonders von derGottheit Christi, nicht leisten wollte, nach Halle, wo er bald sei»
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