Band 
Erster Band. A bis Comparativ.
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aus. Das Baltische Meer treibt zwei große Meerbusen in dasinnere Land, und zwar einen gegen Norden, welcher der Both Ni-sche, und einen gegen Osten, der der Finnische Meerbusengenannt wird.

Balustrade, die, ein Geländer mit so genannten Dogge»«der kleinen Sanlcken.

Balrac (Jean Louis Gue; de) Mitglied der Franz. Akademie,wurde zu Angoulsme 1594 geboren und lebte anfangs in Rom alsGeschäftsträger des Kardinals Lavalettc, aber nach einem Zeiträumevon zwei I-chren ließ er sich in Paris nieder und zog durch seine Ta-lente die Aufmerlsamkeit des Kardinals Richelieu auf sich, derihm eine Pension von 2000 Franks mit dem Titel eines SraatsrathSertheilte, Er galt in dieser Aeit für einen der größten Gelehrten undfür den einzigen Rcdekünstler reines Jahrhunderts. Doch fandenseine zahlreich, n Schriften nickt bloß Bewunderer, sondern auchheftige Tabler. Unter diesen letztem war besonders G 0 ulu, Gene-ral der Keuillanten l"nes Klosrerordcns unter der Regel des heil.Bernhards), der äußerst bitter in seinen Kritiken war, und sie luslzu Schmähungen trieb. Dies veranlaßte endlich Balzac, Pari^zu verlassen, und er enoigte in Angvulöme sein Leben am 18. Febtftlüzz in einem Alter von 60 Jahren. Eine misversrandene Würdedes Etvls Karre ihn zu Schwulst, Affectationen und Hyperbeln vcr- ,leitet, die sich freilich, als der Geschmack sich reiner ausbildete, nicht !mehr in Ansehen erhalten konnten. Indeß muß man seinem harmo-nischen Periodenbau Gerechtigkeit wieoerfahren lassen» und bekenne«, >daß er zur Bildung der Französische» Prosa manches Gute beigetragen ^hat. Er kannte die Alten und hatte sie studirt und seine lateinischenGedichte, wiewohl ovne sonderlichen poetischen Werth, sind rein, kor-rekt und von den Fehler» seiner Französischen Schreibart frei. Dasvollendetste seiner Werke ist ohne Zweifel seine Abhandlung über.dielateinischen Verse. Au hart ist über ihn das Urtheil des Voltaireund Laharpe, daß er unter diejenigen Schriftsteller gehöre, die sichmehr mit Worten als Gedanken beschäftigt hätten.

Bamberg, ein ehemaliges Hochsiist im Fränkischen Krem,welches zwiichen Culmbach, Ansvach, Würzburg und Cvburg liegt.Die Größe desselben wird auf üz Quadratmeilen, und die Volksmengeauf 180000 Menschen geschätzt. Sowohl im nördlichen als südlichenTheile von Bamberg ist es rauh und kalt, und die Einwohner stehe»!nicht sonderlich; allein zwischen Fvrchhcim und Bamberg ist der Bo- >den sehr fruchtbar und das Klima schön. Das Land um Bamberg seid»gehört unter die besten und fruchtbarsten Gegenden Deutschlands,doch scheint das Landvolk in keinem Wohlstände zu seyn. Bambergkam untr dem Titel eines Fürstenthunis im I. 1305 als E»t-schädiamig an Pfalz-Baum. Der gegenwärtige Ertrag desselben wirdmit Inbegriff der großen Reveuü m des Domcapitels und der einge-zogenen Kloster znsammeu auf 150,000 Fl. geschätzt. .

Ba mboccladen, heften in der Malerei solche Bilder, diemenschliche M-ßgestalten vor,kellen. Im weitem Sinne nennt mBauch diejenigen Stacke, die lustige und lächerliche Scenen, z. P'Märkte, Tabaksgescllschaften und dergl. mehr vorstellen, Bambocci^den. Sie erhielten di scn Namen nach Peter von Barr, einet»Niederländer, der sich in dnser Art Malerei zuerst auszeichnete unosriner s-ltsamen Figur wegen von den JtMnern Bambocci«genennt ward.