Los Bar
nem Bruder des vorigen - 'zu Theil; und ihr Schwager unterrichtetesie, wie sie sich in ihrem neuen Posten zu betragen habe. Bald re-gierte sie ganz Frankreich: sie stürzte den Herzog von Chviseul,dessen stolzer Geistlich nicht vor ihr beugen wollte; sie erhob denHerzog von Aiauillvn, und unterstützte denselben in seiner Rachegegen das Parlament (es harte ikm das Parlament zu Paris wegenseiner als Kommandant in der Provinz Bretaane begangenen Ab-scherlichkeiren die Ausübung der Rechte eines Pairs von Frankreichuntersagt, und der Kenia konnte ihn nur durch einen Machtspruchreckt n), in welcher derselbe so weit ging, daß das Parlament imSommer 1771 aus Paris verwiesen und wenige Wochen darauf ganzaufgehoben wurde. Sie war von allen Seiten indessen Angüssenund u'läsantenen ausgesetzt. So cirkulirte eine cliLnson vom Her-zog von Nivernois, die viel Glück in der Gesellschaft machte,und die anfing:
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er olrsrms tont Is monäs,on vain t» boutAsoisio eu xemit,er Is Ouvlissso eil Aroufls,cliscui! ssit <zus Venus uac^uit<ls l'seumo clo l'oncks.
Man würde ihrem Geiste, jedoch zu viel Ehre erzeigen, wenn mandieses alles ihr.r Selbstthätigkeit, und nicht vielmehr der Ka-bale anderer Höflinge zuschreiben wollte, welche durch sie wirkte»;sie selbst war m.hr Frauenzimmer von Vergnügen als von Intrigue.Nach dem Lote Leo Königs erhielt sie plötzlich einen Verhaftsbefthl,und wurde in ei, Klo.eer verbannt; zuletzt erhielt sie jedoch Erlaub-niß, in ihrem «chvn.n Pavillon zu LouvecienneS unweit Marlyzu wohnen. B .6 zu Robespierre's Regierung lebte sie wah-rend der NeovlutU)» runig'. Allein ihre Reichthümer machten dann,daß sie für eine Verbrecher»! erklärt wurde; hierzu kam ihre Verbin-dung mit den Briffotiuen, und sie wurde den y. December 179zguillotinirt. Als sie zum Tode geführt wurde, börte sie nicht aufum Gnade zu flehen; ihre Augen waren in Thränen gebadet; sieschrie laut und bar das Volk um Mitleiden. Im Augenblick derHinrichtung dörre man sie noch ausrufe»: Monsieur Is bourresu»sncors un Moment. Man hat bemerkt, daß von allen vom Rcvo-lukionStridnnal in dieser schtickllcheu Epoche zu Tode verurkbeilce»Frauen und Mürben sie die einzige gewesen, welche so viele Schwä-che und Todesfurcht gezeigt habe.
Barriere, die Schranken. So z. B. beißt im Theater derUntcnchied zwischen dem Orchester und dem Parterre die Barriere.Auch die Verzäuniingen freier Platze, oder Wege, die gemacht wer-den, um das Fahren oder Reiten zu verbind rn, werden Barriere»genannt. Barriereftädte sind Gränzfestungen, wovon der Nar-rt rretra klar den Namen bat, der in den Niederlanden zwischendem Kaistr und den Holländern 1715 geschloffen ward, vermöge des-sen die Holländer ihre Besatzung, welche dem Hause Oestreich mitschwören mußte, in den Städten und Festungen Namur, Tour»uav, Menin, Fnrnes, Warnet»», Aper» und Fort Kno-te zu »bor Gränzvcrsicherung haben, in Dendermonde aber halbOe»reichische und halb Holländische Besatzung liegen sollte. Für dieUnterhaltung dieser Besatzungen bewilligte der Kaiser den General»,caate„ eine jährliche Summe von 5oo,oooThalern. 2 >n Jahre i?8l