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hob der Wiener Hof, ungeachtet der Protestation der Republik Hol-land, den Barrieretraktac auf, und erklärte, daß die noch übrigenFestungen der dazu gehörigen Plätze sollten geschleift werden. unddaß mithin keine Besatzung darin mehr nöthig wäre; worauf dennauch die Holländischen Truppen abzogen und die Festungen größten--theils geschleift wurden. Der ganze Strich gehört nun zu Frankreich.
B« rrvs (Johann von), der berühmteste Portugiesische Geschicht-schreiber, wurde zu Ende des fünfzehnten Jahrhunderts geboren, undstammte aus einer auegezcichneten alten adelichen Familie. Er wurdePage bei dem König Emanuel, und sein Verstand und seine Geschick-lichkcit zeichneten ihn so aus, daß ihn der König in einem Alter von17 Jahren zum nähern Gesellschafter des Kronprinzen machte. Frühzeigte er seine Neigung zu den Wissenschaften, und jeden AugenblickMuße wendete er an, um den Sallust, Livius und Virqil zu lesen.Mitten unter den an einem Hofe unvermeidlichen Zerstreuungen, imVorzimmer, wo er alle Augenblicke fürchten mußte, ehe'er die Pe-riode geendigt hatte, abgerufen zu werden, schrieb er sein erstesWerk. Es erschien 1520, da der Verfasser erst 24 Jabre alt war,und Barros überreichte es dem Könige, der es wohlgefällig aufnahm,und ihm den Auftrag ertheilte, die Geschichte der Portugiesen in In-dien zu schreiben. Der König starb einige Monate darauf, aber dochwurde sein Auftrag erfüllt, und 32 Jahre später erschien dieses schönehistvriiche Werk. Sein erstes Wert, das er im Vorzimmer schrieb,war Kaiser Clarimond, ein historischer Roman. Ob nun gleich dieDichtung ziemlich gemein darin ist, so hat ihn doch die Schönheitder Sprache der Vergessenheit entzogen. Der König Jvkann III.machte ihn zum Gouverneur der Portugiesischen Niederlassungen inGuinea, und er gelangte zu dem wichtigen Posten eines Generalagen-ten dieser Länder, der ihn der Würde eines Staatsministers gleichmachte, und er verwaltete diese Stelle mit vieler Einsicht und Red-lichkeit. Im I. iZ3y schenkte ibm der König die Provinz Maranhanin Brasilien, um dort eine Niederlassung zu bewerkstelligen. Dochverlor er dabei einen großen Theil seines Vermögens, und er gabdiese Provinz dem Könige zurück, der ihn auf andere Weise dafürentschädigte. In einem Alter von.72 Jahren zog er sich auf seinLandgut Alitom zurück, wo er 3 Jahre nachher, 1571, starb. SeinWerk über die Portugiesen in Indien besteht aus vierzig Büchern,führt den Titel ?orruKueüs, und wird in diesem Fache im-mer ein klassisches Welk bleiben. Außerdem hat er einen moralische»Dialog, k-liopicanciims, worin er zeigt, wie verderblich es ist,feine Grundsätze zu verlassen, um sich nach den Umständen zu fügen,geschrieben; allein dieses Werk wurde von der Inquisition verboten.Noch gibt es von ihm einen Dialog über falsche Scham, undeine Portugiesische Grammatik, die erste, die herausgekommen ist.
Barruel de Beauvert, Graf. Geboren zu Beauvert inLaugnedok im Monat Januar 1756, aus einer adelichen Familie.Er konnte die durch die Revolution bewirkten Veränderungen nichtmit gleichgültigen Augen ansehen und erklärte sich offen als ihrenFeind. So wenig er literarisches Talent besitzt, so gilt er für einender Redakteurs von den Akten der Apostel (l«s Lere» äos .4pö»ss),ern Journal, das durch seine Sarkasmen gegen Männer vvm größ-ten Ernfluß aus der kvnstituirenden Versammlung bekannt ist. Indem Laufe der Revolution ließ er mehrere schlecht genug geschriebenePamphlets zu Gunsten der Monarchie gegen die Jakobiner aller Far-