Band 
Erster Band. A bis Comparativ.
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L2L Bay, Bea

bis iZ.ovO sind» wirb durch die oben genannten Flüsse in drei Theilegetheilt, wovon die beiden ersten ein kleines festes Schloß haben, der-ritre aber eine Citadelle, welche alle drei Theile, so wie den Halsnund die umliegende Gegend beschützt. Die Einwohner unterhaltenWalisisch - und andern starken Fstchsang. Im Mai igog fand hier dieberühmte Auiammenknnfc Napoleons imk dem Kvnig von SpanienKarl IV. und dem Prinzen von Lsturien start, und ww.se in zeigederselben am 10. Mai d. I. von Beiden eineAbtrecnngsnrkimde »um-zeichnet, worin sie und sämmtliche andere Jnfanten alle ihr- Rechteund die spanischen Reiche in Europa und den Indien dem Fran-osilchenKaiser übertrugen. Am 4. In», ernannre Napoleon seinen BruderJoseph zum König von Spanien, und es wurde nun eine Generasinncaoder Reichsversammlung zur Abfassung einer neuen Äonstiturion zu-.sammenberufen, welche am 15. Iun. ebenfalls in Bayvnne eröffnetwurde. Am ü. Jul. wurde diese .Konstitution bekannt gemacht, uadam y- reisete I»,eph von Baponne nach Madrid, um solche ins Werkzu setzen. Von dieser Stadt hat denn auch — enrweder, weil es hiererfunden, oder sonst doch am besten gesertiget worden — das Ba-yonett seinen Name», weiches eine Art von kurzem Spieß (Flin-tenspieß), aber ohne Gefäß bezeichnet, welcher auf den Lauf einerFlinte gesteckt wird. >

Bayreu tb, ein ehemaliaes ffürstenthum im Fränkischen Kreise.Es war ein The l des Bnrggrafthums Nürnberg, wird das Burg- .grafthnm oberhalb des Gebirges genannt, und in das Oberland undUnre land getheilt, zu welchem lezrern die Amtshauptmaunschalr Er-langen gehörte. Das Land, besonders das obere ist gebirgig, und batMineralien, Waldungen, etwas Wein, und einen starken Labaksba» jDie Einkünfte des FürstenthumS belaufe!, sich auf eine Million. DieVolksmenge kann man auf 185,200 Menschen rechnen. Nach demohne männlichen Erben den ro. Iun. 176g verstorbenen MarkgrafenFriedrich Christian fiele« dessen Lande an die Markgräflich-AnspachischeLinie.

Bazar, heißt in den Morgenländern der Markt oder eine ge-räumige Straße, in welcher die Kaufstute ihre Gewölber haben. !

Beate, (Lat.) eine Scheinheilige. Bearisication, dieSeligsprechung, der päpstliche Beschluß, daß ein Verstorbener unterdie Seligen zu versetzen sey, worauf gemeiniglich die Kanonisatumooder Heiligsprechung erfolgt. Beatificiren. seligsprechen.

Beaucaire, wohlgebaute Stadt mir 8oov Einwohnern an derRhone in Niederlanguedoc, jezt im Departement des Gard, mit einemberühmten Jahrmärkte, der am 22. Jul. anfangt und 10 Lage währet.Für die fremden Kaufleute, die nicht alle in der Stadt unterkommenkönnen, werden außerhalb derselben Hütten aufgeschlagen. Wegen dervielen Diebe, welche sich einsinken, kwozu ehemals die Nähe des päpst-lichen Gebiets von Avignon, wo man sie nicht mehr verfolaen konnte,vieles beitrug,) hatte mancher Kaufmann eine Bedeckung von 22 — ;oSoldaten. Die Geschäfte sind indess n nicht mehr so wichtig, wie sonst.Noch bis 1744 belief sich der Vertrieb der Messe zu Beaucaire übet14 Millionen Livres» in spätern Zeiten betrug er kaum 8 Millionen.Durch die Revolution hat vollends dieser Handel, welcher größtentbeils !mit Seide, Wein, Oel, Mandeln :c. geführt wurde, eine» beträcht-lichen Stoß erlitten. Es können ziemlich große Fahrzeuge die Rhonebis zu dieser Stadt hinauffahren- Die Stadt ist durch eine Schiff-brücke mit dem gegenüberliegenden Lorascvn verbunden.