Beck 227
Menschen vnl» Thieren befindliche, aus 7 Knochen zusanimenaesetzte,«den völlig offene, unten unterbrochene und bis aus die Steißbeinemeist unveränderliche Höhle. Auswendig ist ciesclbe rundlich, obenbreiter, unten schmäler. Im Stehen rubt es auf dem dicksten Thei-le de« Hüftbeins, im Sitzen auf dem Spitzknorren. — Das ganzeBecken ist sowobl unter den Lendenwirbeln, als auf den Schenk, inbeweglich, daher steigt das Hüftbein z. B. beim G. ben in die Höhe,und zwar allemal auf der Seite, mit welcher man sich vorzüglich aufden Schenkel stützt; es sinkt hingegen zugleich mit dem Rumpfe aufder Seite, auf welcher der Fuß aufgehoben und fortgesetzt wird.Die Wände der B ckenhöble sind «bge, bnet, glatt und bin undwieder mck Fleisch bedeckt. Eine fast in der Mitte des Beckens her-vorragende Querlinie theilt dasselbe in 2 Theile, wovon das eine dasvdere oder große, das untere aber das kleine genannt wird.In wohlgebauten Personen von mittlerer Größe betragt der Durchmesserdes großen B'ckenS oder die Entfernung einer Spitze des Hüftknockensvon der andern, beim männlichen Geschlechte y, beim weiblichen 11 Zoll.Daß das Becken bei den Menschen wegen ihres aeradaufgcrichleteuKörpers eine andere Richtung baden müsse, als bei Tbicren, läßtsich von selbst' schließen. — In dem Becken liegen ein Theil der dün-nen Gedärme der Mastbarm, die Urinblase, die innern Jeugungs»Werkzeuge, die großen Nerven- und Blutgefäße der untern Glied-maßen u»d viele Sauaadern mit ihren Drüsen.
Becker (Wilh. Gottlieb), geb. zu Calenberg im Gcbönburgi-sebrn 1754, Hofrath und Aufseher über das Müne-und Antiken-Kabinet zu Dresden. Seit dem Jahre 1796 ist er dem Publikumdurch die erschienene Quartal > Schrift: Erholungen, die seitI8>i unter dem Titel: Guirlanden, fortgesetzt wird, so wieseit >7yL durch den Almanach für Freunde des geselligenVergnügens, als beliebter Schriftsteller und geschmackvoller Her-ausgeber rühmlichst bekannt. Früher gab er ein Magazin Fran-zösischer Aufsätze heraus. Ueberall findet man Spuren seinersich auf seinen Reisen durch die Schweiz, Frankreich und Italienerworbenen feinere» Menschenkenntniß. Als Dichter gebührt ibmebenfalls eine ehrenvolle Stelle unter unsern lieblichen Liedersängern.Er dichtete das anmurhlqe Lied: Alles liebt und paart sichwieder rc. Seine andern Gedichte erschienen unter dem Titel:Die Muse. 177s. 8. Gedichte an Elisen. 1775 - 8- Auchdie Beschreibung de« Seifersdorfer Thals ist sein Werk sowie die Herauogade der Garten- und Landscdafts-Gebäude.Sein Hauptverdienft erwarb er sich durch da« Kuguarsum. Un-ter m-hreren seiner Uebersetzunge» muß man der: Crasmus Lobder Narrheit ehrenvoll gedenken.
Becker (Balrbasar), ein sehr aufgeklärter Theolog des siebzehn-ten Jahrhunderts, wurde lüzg zu Mctielawier in Fricsland geboren,wo sein Vater Prediger war. Er studirte in Gröningen und Franekerund wurde dann Prediger in Osterlirtens. Hier schrieb er cuijgekleine Schriften, und zog sich, durch die darin geäußerten Mei-nungen über manches Dogma viele Verfolgungen zu. Man beschul-digte thu, ungeachtet seiner Vertbeidiaungen, des Socinianismus undCarthesianlsmus. Er verließ daber seinen bisherigen Wohnort undwnrde Pfarrer in Lönen und Wesop und dann Feldprediger. Im I.Iü7y ließ er sich in Amsterdam nieder, und erweckte bald durch neueSchriften den Haß seiner Amksbrüder, denn er schrieb eine Unters»-
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