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sungen und Abneigungen unter sich begreift. Kant rechnet dazu»daß irgend etwas dadurch bewirkt werde: ,,Es ist das Vermögeneines Wesens, durch seine Vorstellungen Ursache von der Wirklichkeitder Gegenstände dieser Vorstellungen zu seyn." Dieß ist aber kein we-sentlicher Theil des Begriffs von diesem Vermögen, weil wir oft etwasbegehren, was wir nicht erlangen oder verwirklichen können.. Dasvernünftige, das sinnliche Begehrungsvermögen.Drests, Liebe, das Gefühl der Sinnlichkeit aus einemTriebe; jenes, Achtung, das Gefühl der Vernunft ausdem Bedürfnisse det Sittlichkeit entspringend. Beide zusam-men werden auch unter dem Ausdruck Gemüth begriffen. DasSlnnlfche erscheint gepaart entweder mit Geist oder mit Sittlichkeit,oder mit beiden zugleich, und nur in solcher Vereinigung vermag esein Wesen zu interessiren, das über die Lhlerheit erhaben ist»Was nicht zu dem Geiste spricht, und bloß ein sinnliches Interesseerregt, ist gemein, zeigt es aber gar Rohheit des Gefühls undverächtliche Gesinnung, so ist es niedrig; dagegen kann auch dasSinnliche, wo es mit Geist genossen oder gesucht wird, weit mehrnoch, wo es in sittlicher Verschönerung erscheint, das Interesse desam reinsten gebildeten Menschen erregen.
Begeisterung, ist ein außerordentlicher Anstand der Seele,wo sie von dem Gefühl eines Gegenstandes ganz eingenommen unddurchdrungen ist, und darüber auch in den stärksten und lebhaftestenAusdrücken sich mittheilt. A. B. von der Tugend mit Begeisterungsprechen heißt: ihre Vortrcfflkchkeit mit der lebhaftesten Empfindungschildern.
Beglaubigungsschreiben. Ein Schreiben, mit welchemMan einen Bevollmächtigten oder Abgesandten versieht, um ihn da-durch als solchen be> d neu, an welche er gesendet wird, zu erken,neu zu geben und ihm Glauben zu verschaffen; auch Beglau-bungeschreiven (Crediliv, Ctcdenzschreiben), der Beglaubi-gunasbrief.
. "isse in den Kirchen. Die Veranlassung zu den Ve,
grabuisstn ui den Kirchen gaben die Gräber merkwürdiger Personen-über welche man schon in den ältesten Zeiten Tempel bauete. Besonndie Griechen die Gewohnheit, die Gräber ihrer Heldendadurch auszuzeichnen, daß sie Tempel darüber bauete». Auch vonder Gewohnheit, merkwürdige Personen in Tempel zu begraben, fin-gst man Spuren bei den Griechen. Fast sollte man meinen, daß dieEyrrsten brenn dre Griechen nachgeahmt hätten. In den ersten Aei-bs"des Ehnuenthums begrub man die Märtyrer in Klüfte, die manzu geräumigen unterirdischen Höblen erweiterte undnannte. Andere schätzten es bald für ein Glück, wennn,/eine neben dar Asche eines Märtyrers ruhen dursten. Inman die Gräber der Märtyrer dadurch aus, daßman ^"ße Altare darüber errichtete. Im vierten Jahrhundert fingdarüber zu bauen, und weil »ran glaubte, daß einman bei der Märtyrer vorzüglich geheiligt werde; so suchte
^ »euer Kirchen irr den Städten die Ueberbleibsel der
erbaut ^ aus und begrub solche unter den Altar der neusckaffen er dadurch den Ruf der Helligkeit »« ver-
daß es ern besonderes Glück sey. neben ei-^ begraben zu werden, wurde immer gemeiner,untervenEhrrstcn, und Kai,er Konstantin, der im Jahre 337 nach