Band 
Erster Band. A bis Comparativ.
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Christi Geburt starb, war der erste» von dem man weist, daß ersein Grab in einer Kirche und zwar in der Apostelkirche zu Konstan-tinopel bestellte, wozu er> als der Erbauer derselben, vielleicht einRecht zu habe» glaubte. Ihm folgten bald die Bischöfe und diejeni-gen nach welche bis Kirchen reichlich-beschenkten. Lheodvsiusuns Justt-n i a n untersagten zwar die Begräbnisse in den Kirchen,ober vergeblich ; Leo der Welse erlaubte sie Jedermann wieder. —In ten neuern Jetten wird das Begraben in den Kirchen allenthal-ven als der Gesundheit nachrhMg abgeschafft.

Begriff. Jede Vorstellung-der Seele, da sie die Merkmaleeines Dinges begreift, zusammenfaßt und sich als ein Ganzes vor-stellt. Er setzt stach Kant immer etwas Abgezogenes voraus, weiler nicht smniiche, sondern allgemeine Merkmale des Vorgestelltesenthalt. Er ist nach ihm „eine Vorstellung, welche in unserm Bewußt-seyn durch allgemeine Merkmale bestimmt ist/ Einen Begriff -<on-struiren heißt bei ebendemselben, ihn sinnlich machen, indem maudemselben den Gegenstand in der Anschauung beifügt, z. B. das Bildeines Dreiecks zu dem Begriffe desselben. Aus bloßen Begrif-fen, ohne Hülfe der Erfahrung (a priori).

Beguinen, die, Frauenzimmer, die entweder unverheirathet»der als Wittwen ein eingezogenes Leben führen, ohne jedoch dasKlostergelübde gethan zu haben, wiewohl sie eine eigene schwarzeKleidung tragen. Sie sind häufig in den Niederlanden anzutreffen,Läufiger als die männlichen Beguinen, Leren es auch gibt, wiewohlLiese häufiger Begharden oder Bogarden genannt werden.

Behaim (Martin) geb. zu Nürnberg gegen das Jahr igzoHest. d. 2y. Jul. izoü in Lissabon, war einer der gelehrtesten Mathe-matiker und Astronomen seines Jahrhunderts. Er hatte die Handlungerlernr, tried aber nebenbei mathematische und nautische Wissenschaf-ten, reiste nach Antwerpen und ging von da 1480 nach Lissabon. Hierin einem Lande, wo man auf neue Entdeckungen ausging, wurdedieser geschickte Erdbeschreiber mit vieler Auszeichnung empfangen«nd machte auf der Flotte des Diego Can eine Entdeckungsreise,«nd untersuchte die Inseln au der Küste von Afrika, wo er bis anden Fluß Iaire gelanate. Nach dieser Reise wurde er zum Rittergemacht,i und ging auf einige Jett in seine Vaterstadt zurück, wo er1492 einen Erdgloben verfertigte, her alle Spuren der damalige»Ilnbckanntschafl mir dem wahren Umfange der Erde trägtt Seine»Ruhm versankt er vermeinrlichen Entdeckungen, die man ihm zu-schrieb, an die er aber nie gedacht hat, denn man versicherte, er habedie Inseln von Amerika und die Magellanische Meerenge gekannt unddem Columbus die ganze Idee von einem neuen Crdtheile gegeben. .

Behängen, heißt in der Forstwissenschaft, die- Leithunde aufsFeld führen und abrichten. Weil dies im Frühling geschieht, wenndie Hittche feist werden, so wird diese Zeit die Behangczelt gttnennt- ,

Behemotb, ist der Name des Elephanten.

Beichte, ist ei» Geständnis überhaupt, besonders aber vordem Prediger das Bekenntniß seiner Fehler und Sünden, ehe manzum Abendmahle gehen will. Die Beichte ist entweder allge-meine, wo der Prediger im Namen aller Beichtenden eine Beichrehersagt und sie dann auch allgemein absolvirr, oder Ohrs»-, Prttvat-B eichte, wo ein jeder einzeln dem Prediger das begangeneBöse gestehet und auch einzeln davon losgesprochen wird.