Band 
Erster Band. A bis Comparativ.
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Biograph und sein Bildniß findet man im Theater-Almanach vonebendemselben auf das Jabr 1808.

Be'ilbrief, ist der schriftliche Vertrag mit einem Schiffszim-mermann über den Bau eines Schiffes; desgleichen die Verfchreibungüber Gelder, die zum Schiffsbau aufgenommen werden.

Beiram, der, so heißt ein aroßeS Fest bei den Türken, wel-ches unm.ttelbar auf den Ramasan folgt. Die Geringen müsse«den Größeren Heer Geschenke verehren; und eben dieser Gebrauch ?er-streckte sich sonst auch auf die Europäer, welche den Großen der Pforte,so wie den Bässen und Kadis dergleichen Geschenke geben mußten.Das Ba ira m sfest mmmr eben so, wie der Ramasan, seinen An-fang , sobald von gewissen dazu angestellten Personen der Neumondwahrgenommen wird; — sogleich werden die großen Oerter und danndie umliegenden Gegenden durch Kanonen - und Flintenschüsse davonbenachrichtiget, und das Fest hebt nun an, weiches drei Lage langdauert.

Bei reis (Gottfried Christoph), Professor der Chemie und Me-dicin auf der Universität Helmstadt, hat durch seine Eonderbarkette«in Deutschland eine große Berühmtheit erlangt. Er war in der ehe-maligen freien Reichsstadt Müblhausen 1730 geboren, wo sein Vatereine Magistratsperson war, und sich mit Pharmacie beschäftigte.Beireis besaß viele gute Eigenschaften, hatte vielen natürliche«Verstand, einen großen Reichrdnm an Kenntnissen; war ein geschick-ter, uneigennütziger und sorgfältiger Arzt; ierne Gespräche wareninieressant und er wurde von einer großen Menge Gelehrrer und vor-nehmer Reisender besucht, die er jeder Jett sehr freundlich empfing.Eic.ltett war aber die Triebfeder aller feiner Handlungen, und umdiele zu befriedigen scheute er kein Mittel. Er lebte fast ohne alle»Umgang, bliev sters unverheiratdet und war bemüht, sich ein geheim-nißvolles Anfeiln zu geben. Sein weirläuftiges Hans war mit Son-derbarkeiten, mir seltne» uns kostbaren Dingen angefüllt, oder erbesaß doch wenigstens eine ganz besondere Ge>ch,Mchkeit sie dafür auszu geben. Er zeigte siebzehn verschiedene Sammlungen von Gegen-ständen schöner Kunst, der Wissenschaften, der Natur, Mechaniku. a. m. Er hatte fein ganzes Leben dazu angewendet, sie zu sam-meln und oft mit vielem Aufwande, an sich zu bringen. Seine Ge-mäldesammlung enthielt manches kostbare Stück, ob er gleich dieCopienfür Originale ausgab, wie z. B. die Nacht von Correg-gio, sogar behauptete, von iedem großen Meister die vorzüglichste«Stücke zu besitzen, so daß seine Sammlung unter allen die schönste sey.Außerdem belaß er drei bekannte Automate, unter denen eine Entewar, die alle Verrichtungen einer lebenden that, und die er f«kWaucansvnische ausgab, ob man gleich weiß, daß sich diese in denkaiscrl chen Sammlungen in Petersburg befinden. Sein Münzkadl»nec enthielt selbst viele alte Goldmünzen und war von einem ansehn-lichen Werthe. Seiten und mit vieler Vorsicht zeigte er auch einedurchsichtige Masse, die größer als ein Hühnerei war, und von derer behauptete, baß sie ein Diamant von Ü400 Karat Gewicht,sey,den alle Fürsten der ganzen Erde nicht zu bezahlen im Stande wären.Nach seinem Tode hat man diese vorgebliche Kostbarkeit nicht gefun-ssn; aber Kun>tverständige behaupten, daß es ein MadagaökarischetKiesel gewesen sey. So übertrieben auch der Werth seyn mochte, de«Verreis selbst diesen allerdings außerordentlichen Sammlungen bei-legte ; so kann man doch nicht läugnen, daß sie ein außerordentliche»