Band 
Erster Band. A bis Comparativ.
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Bei!

Vermögen erfordert haben, und man wundert sich mit Recht, wieer dazu gelangen konnte. Um andern dieses Räthsel zu losen, gabBelreis selbst vor, daß er die Kunst Gold zu machen verstände, undzeigte selbst Beweise seiner Kunst vor. Das Wahrscheinlichste ist,daß er in jener Zeit, wo die Chemie noch in ein so großes Dunkelgebullt war, manche nützliche Erfindung machte, z, B. die bessereBereitung des Karmins, die er als Geheimniß Holländern mittheilte,die sich dafür sehr dankbar bewiesen; ferner die Kunst aus bisbevunbekannte» Mitteln Eisig zu bereiten, die er andere unter der Be-dingung, daß r Jahre lang einen großen Theil des Gewinns davonzog, lehrte. Er iprach häufig von seinen großen Reisen und in die-sen Erzählungen streute er sich denn durch eingemischte Anekdotenbeständig Weihrauch, ob gleich Personen, die ihn näher kannten, be-haupteten, daß er Helmstädt nie verlassen habe. Was er geschriebenhat, besteht in einigen unbedeutenden physiologischen Abhandlungen.

E: starb zu -eimstavr im September 1309.

Beischlag. Eine falsche nachgeschlagene Münze.

Beitzeu, heißen bei gewissen Künstlern und Handwerkern dieje-nigen Arbeiten, die durch chemische Mittel bewirkt werden. Es isteine Behandlung, wodurch man auf der Oberfläche und in dem Au-sämmenhan.,e der Theile gewisser fester Körper eine bestimmte Ver-änderung hervorbringt, indem man sie der Einwirkung einer eigenen,nie.stenrheils sal arrigen Feuchtigkeit auf gewisse Zeit aussetzt, ohnedaß dadurch der Ariiammendang der Theile völlig getrennt wird. Beijeder V- itzung oe ngen die Theile des Beitzmittels in den zu beißen-de» Körper, welcher in dasselbe gelegt oder damit bestrichen wird,wehr --a weniger tief ein und machen entweder die Consistenz der-selben mürbe oder verringern die Neigung zur Fäulniß, z. B- beimEinpöckeln öes Fleisches der Tbicre durch einfachen oder gewürztenEisig; sie machen seine Oberfläche reiner und zur Annahme einesandern Ueberzuges geschickter, wie beim verzinnten Eisen; oder siefärbe» die Oberfläche, wie beim Beitzen des Holzes, durch Scheide-wasser. Je feiner oder gröber die Beschaffenheit des zu beitzendenKörpers ist, desto gelinder oder schärfer musst» auch die Bestandtheileder B'itznnttel seyn, um den Zweck zu erreichen.

Beiwerk (bildende Künste) nennt man in Werken bilden-der Kunst alle jene mitdargestellcen Gegenstände, welche, strenggenommen, zur Darstellung des Hauptqegenstandes nicht wesentlicherfordert werden. Zweierlei Gründe aber bestimmen den Künstlerzur Mrtdarstellung derselben: i) sie dienen ihm zur genauern Be-zeichnung des Stoffes, der Zeit, des Orts und zur Cbarakterisiruugder dabei obwaltenden Umstänoe. 2) Am Ausfüllung seiner Durstet?lünz, damit diese als kunstmästige Komposition eben so wenig lückenehaft erscheine, als die dargestellte Idee ein in sich vollendetes Gan-zes bilden soll. Im letzter» Sinne nennen die Franzosen das Bei,werk roirixliiSLAo. Bisweilen endlich erscheint das Beiwerk alsAnspielung, wodurch es in größerer Bedeurung hervortritt. Anwelchem Behufe es aber der Künstler angewendet habe; so bleibt im-mer Gesetz für ihn, es dem Zwecke des Ganzen gemäß zu wählen,so sparsam bamir zu seyn, als möglich, es weder in Menge nochAusführung auf Kosten des Gegenstandes hervortreten zn lassen, uudes, wie die gute Episode, in einem organischen Gedicht so schicklich an,zubringen und einzuweben, daß es fast nothwendig scheint.

Beiwort. Das bei oder neben ein anderes gesetzt werden kann.