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In der Sprachlehre für Beilegn ngswork, wodurch dem Grund-worte etwas als Eigenschaft, Beschaffenheit, Umstand beigelegtwird, welchen Begriff es aber nicht ausdrückt, sondern nur den Um-stand, daß er n^brn ein anderes Wort gesetzt wird, welches aber mitandern Wörtern derselbe Fall ist (älljookiv).
Belagern, i) sich auf etwas lagern; in landwirthschaft-lichem Sinne, die Eck) äse auf dem Boden lagern lassen, nm ihnzu düngen. 2) Eine Stadt, eine Festung bölaq-rn und solchezor Uebcrgade zwingen, llneigenrlich t umgeben, beunruhigen-,belästigen. -
Belagerungs-Stand, in — setzen. Ein in der Franz.KriegsverwaUung gebräuchlicher Ausdruck, um zu bezeichnen, daßdie Civil- und Administrativ-"Behörden entweder aufboren oder dochdem Militair-Commandanten untergeordnet sind. Es geschieht einsolches in BelagerungS-Stand-erklären gemeiniglich durch ein speciel-les Aaiserlicbes Dekret.
Belehn» ug, die, hat ihr besonderes Ceremonie!. Es ist näm-lich ein Unterschied zwischen Tbr 0 uleheu und andern. Ueber letztereward die Belehnung lmReichshofrathc ertheilt, über jene, der-'gleichen nur Kurfürsten und Fürstciithüiner sind, vvw Ausser in Per-son. Das bisher »bliche Ceremonie! war folgendes. Iw> i bevollmäch-tigte Gesandte des Fürsten, der die Lehn empfing, erschienen im feier-lichsten Aufznge, in einem dazu bestimmten Saale der kaiserliche«Burg, wo der Kaiser mir bedecktem Haupte auf seinem Throne saß.Auf einer Seite neben ibm stano der Reichsvicekanzler, auf der an-dern Ine Oberst-Hofbeamten und vor ihm ein halber Kreis von Kam-merherren, von der Leibwache umgeben. Bei dein Eintritt in denSaal ficlemvie Gesandten auf die Kniee unv näherren sich mit zwei-mal wiederholt-r Knieebeugiing dem Throne, durch den eröffnetemKreiß. Hier vielt der erste Gesandte knieond eine Rede, worm erum A- kegung des Lehnseides bat. Der Reichsvicekanzler trat zumKaiser huiauf, vernahm seine Erklärung und machte sie den Gesandtenin einer ku.zen Gegenrede bekannt. Darauf nahm der Kaiser denHut ab, gab ihn dem Oberst-Hofkämmerer und bekam dagegen einEoangelien-Vuch, nm es auf seinen Gchoos zu legen. Die Ge-sa» t-n rückten einige Stufen des Thrones hinauf, legten die Fingerauf das Svangelieii-Buch u»v schwuren knieend die Worte des Eidesnach, die ihnen der Reichsvicekanzler vorsagte. Der Inhalt des Ei-des ist: daß der Fürst dem Kaiser und Reich treu, hold, gehorsamund gewärc.g sey» und beider Nutzen befördern wolle. Hernach setzteder Kaiser den Hut wieder auf, nahm statt des Evanqelienöuchs einbloßes SS>wett in die Hand, und ließ beide Gesandte dessen Knopfküssen, worauf diese wieder an ihren vorigen Platz herunker rückten.Der zwe'te-Gesandte hielt nun eine Danksagistigsrede, woraus sie sichrückwärts wieder mit dreimaliger Kniebeugung aus dem Saale ent-fernten und der Kaiser den Thron verli.ß. Während der ganze«Handlung Miißrcn die Gesandten knie.nd bleiben. — Im Jahre 178serst bat Kaiser Joseph dftles Kniebeug en abgeschafft und dadurcheinen Anstand g-hoben, der mehrere größere Reichsstände bisher ab»hielt, sich der Verfassung gemäß, über ihre Staaten belehnen zu lassen.
Beiemniten (Gnech.) Pfcilsteine oder Versteinerungen, dieaus der höher« Atmosphäre zuweilen auf öle Erde fallen, z. B. dieSteine, dir aus dem Mom-e gefallen seyn sollen.
Lot Lsxrrc, ein schöner Geist, ein Mann von Verstand