Band 
Erster Band. A bis Comparativ.
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mahl eine außerordentliche Gewalt besaß, wodurch das Leben diese«Helden vfr durch unedle Handlungen befleckt wurde. Um die Herzender Afrikaner zu gewinnen, sükrte er unter seinen Truppen einestrenge Disciplin ein. Er drang mit einer außervrdeml!»-» Schnel-ligkeit vor. schlug den Gelimer mehrere Male und bemächtigte sichaller seiner Reichthümer und selbst seiner Person. Während seinerThaten gelang e« doch den Neidern seines Ruhms ihn b i dem Ju-stinen verdächtig zn machen, und ihm den Plan beizumeffen. daßer sich selbst unabhängig zu machen gesonnen sev. Doch seine eigneErscheinung am Hofe in Aonstaurinopel siegte über seine Feinde. DerKaiser bewilligte ihm einen Triumpb, der erste, der ,n Konstantino-xei gehalten wurde und ließ ihm zur Ehre Münzen mit der Aufschrift:Leli»»«», ßloi-i» Ibomsnoi um. (Belisar der Ruhm der Romer)schlagen, die sich bis auf unsere Aeiren erhalten haben. Die Spal-tungen der Gothen in Italien bereiteten dem Belisar neue Trophäenvor. und eröffneten Juibinians Ehrgeize ein weites Feld. Besterwar anfangs sehr glücklich, bemächtigte sich 537 Roms und vertheidigtees ein ganzes Jahr lang gegen den Gothischen Feldherrn Viliges.Diese Vertheidigung kostete den Golden die besten Truppen, und siemußten endlich die Belagerung aufheben. Unter der Annibrung desNarseS langten Hülfstrupven aus Konstantinopel an, allein dieserwar ein Nebenbuhler seines Ruhms und trennte sich gänzlich von »hm.Da Justinian schon mit dem Vitiges einen Frieden geschloffen hatte,weigerte sich Belisar ihn anzunehmen, «ahm Raveuna weg undmachte den Vitig. s zum Gefangnen. Nun wurde er abgerufen, umspäterhin gegen die Bulgaren zu Felde zu ziehen, und nahm een Vi-tiges seine Schätze und andere P. rsonen von Bedeutung mit sich.Da er die Bulgaren besiegt hatte und nach Konstantinopel zurückge-kehrt war, wurde er der Theilnahme an einer Verschwörung beichul-digt, und er mußte sich dagegen rechtfertigen. Ju,iinian soll seineUnschuld erkannt und ihm seine Güter und Würden wiedergegebenhaben, deren man ihn beraubt hatte. Doch diese Demüthigung ver-kürzte seine Tage und er starb im I. züz. Die Dichter und beson-ders der in seiner Art vortreffliche, philosophisch-politische Roman vonMarmontel haben seine Geschichte sehr entstellt, und nach diesem ließihm der Kaiser die Augen ausstechen, und er mußte auf ren Straßenvon Avnstantinopel sein Brot erbetteln. Nach Andern ließ ihn d kKaiser in ein Gefängniß werfen, das man noch gegenwärtig zeigtund den Thurm des Belisar nennt. Hier soll er einen Beutel aneinen Strick befestigt, herunter gelassen und die Vvrüd rgehendcnangesprochen haben: «ist« Lolisriio otzoluiri, c^uew virtu» svexit,rnvbäk» äss>r«,sir (gebt dem Bestsar einen Obolus, den die Tugenderhoben» der Neid unterdrückt hak). Kein gleichzeitiger Gc,Gicht-schreiber weiß etwas davon, und drest Fabel verdankt ibren Ursprungeinem wenig geschätzten Schriftsteller des zwölften Jahrhunderts,Lzetzes, und man hat sie ohne Prüfung wiederholt. Juverlässiqekist es, daß die Schwäche gegen seine Frau idn zu mancher Ungerech-tigkeit veranlaßte, und er eine knechtische Gefälligkeit gegen die ab-scheuliche Theodor«, die Gemahlin des Justinian, bewies.

Bella Donna (Jtal. wörtlich übersetzt: schöne Dame) einegefährliche Giftpflanze, Tolltraut oder Wolfskirsche. Siehat den ersten Namen, weil von ihrem Safte auch Schminke ge-macht wird.

Bellegarde (Graf Heinrich von) ei» geboruer Niederländer