Band 
Erster Band. A bis Comparativ.
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239
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und kaiserlich Oestkeichischek General, zeichnete sich während demFranzösischen Kriege in den Niederlanden bei mehrern Gelegenheitenane, namentlich bei der Belagerung von Valencicnneö und Man-beuge im 2 - I 79 Z. Als der Erzherzog Karl den Oberbefehl überdie Armeen in Deutschland übernahm, war Graf Bellegarde Mit-glied seines Kriegsraths und wurde 1796 Feldmarfchall-Lieutenant.In dem darauf folgenden Jahre schloß er einen Waffenstillstand mitdem General Bvnaparte. Im I. 1799 kvmmandirte er ein Armee-corps und trug sehr viel zum Gelingen der Unternehmungen desErzherzog Karls und des Russischen General Suwarvw bei. Nach-her wurde er zu Friedensunterhandlungen verwendet. Im I- i8vowar er an der Seite des Erzherzogs Ferdinand beim Kommandoder Italiänischen Armee. Nach dem Abgang des Erzherzogs Karlstand er an der Spitze des Kriegsdexarlements und wurde hieraufzum Gencralkommandanten der Venetianischen Staaten ernannt.Im I. 1805 kvmmandirte er unter dem Erzherzog Karl bei der Jra-Uämfchen Armee, hatte Theil an der Schlacht von Caldiero und wurdenachher General der Kavallerie. In dem Feldzug 1809 übernahm erunter dem Erzherzog Karl das Kommando eines Armeekorps. Beider zweitägigen Schlacht bei Asparn kvmmandirte er die zweite Kolon-ne, welche theils bei den siegreichen Unternehmungen gegen Asparn,theils gegen die Französische Hauptlinre zwischen Asparn und Eßtmgbeschäftigt war. Graf Bellegarde ist Kommandeur des Tderesienor-dens, Großkreuz des Leopvldordens, wirklicher k. k. geheimer Rathund Kämmerer, Inhaber eines Ehevaurlegersregiments und Kom-mandirender in Gallizien.

BelleiSle (Karl Ludwig August Fouquet Graf von), Mak-schall von Frankreich, geboren den 22. September 1684 zu Ville-franche, war einer der berühmtesten Staatsmänner nnd glücklichste»Feldherren in Frankreich. Noch Jüngling, erhielt er von LudwigXIV. ein Dragonerregiment, und zeichnete sich sehr aus. Bei derBelagerung von Lilie erhielt er eine Wunde und wurde Brigadierder Armeen des Königs. Nach dem Spanischen Successionskriegeging er mit dem Marschall Villars nach'Rastadt, wo er sich auchals Staatsmann bewies. Im Feldzuge 1734 diente er unter demMarschall Berwick, kvmmandirte ein eigenes Eorps an der Mosel,und war bei der Belagerung von Philippeburg, wobei er sich sehrauszeichnete. Der Friede von 1736 versicherte Lothringen derKrone Frankreichs, und diese Abtretung war besonders das Werk deSGrafen BelleiSle, dem der Kardinal Fleury sein ganzes Ver-trauen schenkte. Der König übergab ihm das Gouvernement vonMetz und der drei Bisthümer, das er durch sein ganzes Leben behielt.Er wurde Marschall von Frankreich, und einige Monate vor demAusbruche des Krieges 1741 reiste er an die ersten Hose Deutsch-lands, um sie insgeheim für dre Ernennung des Kurfürsten vonBaiern zum Römischen Kaiser, da Karl VI. gestorben war, zu ge-winnen und betrug sich dabei mit so vieler Wurde, Geschickllchkeitund Glück, daß er die Bewunderung Friedrich» II- erregte. Da»er Krieg ausbrach, so stellte er sich an die Spitze der FranzösischenArmee, um die Heere der Maria Theresia zu bekämpfen^ Ernahm Prag durch Sturm weg mußte sich aber zurückziehen, da derKönig von Preußen einen Separakfrieden geschlossen hatte, nnd mach-te diesen Rückzug mit bewundernswürdiger Klugheit. Sein Bruder,Ludwig.Kars Armand Fvnguet von Belleisle, war Ritter, und be-