Band 
Erster Band. A bis Comparativ.
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Del 041

vor die Wuth, Mvrdlust, Grausamkeit und alles Zerstörende undScheußliche des Krieges; daher wird sie auch mitfliegenden blutige«Haaren, in der einen Hand die Geißel» in der andern Waffen, ab-gebildel; dagegen Mmerva's Weisheit und Mäßigung selbst im Ge-tümmel der Waffen noch sichtbar rst.

Bellv y (Pierre Laurenr Bmrette de) ein berühmter Französi-scher dramatischer Dichter wurde den 17. Nov. 1727 zu St. Flour inAuvergne geboren und als ein Kmd von fünf Jahren nach Paris ge-bracht. Hier verlor er seinen Vater na» einem Jahre und seine ein,zige Stütze war ein Onkel, der ein berühmter Parlamentsadvocat war,und ihm denselben Beruf anwies. Er trieb dieses Geschäft mit Wi-derwillen und zeigte vieles Talent und Neigung für dramatische Kunst»Sein Onkel kämpfte diesem Geschmacke entgegen, und dies veranlaßteihn, baß er sich heimuch entfernte. Er erschien nun an niedrer«nv-dtchen Höfen als Schauspieler unter dem Namen Dormontde B lloy. Sein Charakter erwarb ihm überall Liebe und Achtung.Mehrere Jahre verlebte er am Hofe in Petersburg und die KaiserinElisabeth erwies ihm viele Güte; aber Frankreich blieb immer derGegenstand seiner Sehnsucht, und er ging 1758 dahin zurück, umseine Tragödie Titus spielen zu lassen. Sein Onkel, nun sein un-versöhnlicher Feind, wirkte bei dem Könige einen Verhafrsbefehl aus,der dann vollzogen werden «vllte, wenn sein Neffe Comöest spielenwürde. Bellop hoffte durch den guten Effect seines Titus seine Fa-milie wieder zn versöhnen; aber diese Hoffnung schlug fehl und erging wieder nach Petersburg. Kurz darauf starb sein Onkel und erkehrte nach Frankreich zurück. wo er ba.d seine Tragödie Zelmire mitein.m sehr vorzüglichen Erfolg gab. Hierauf folgte eine andere 1 .»Llbgs äs 6al»>s, die außerordentliche Epoche machte, und noch immerzu den schönsten Trauerspielen der Französischen Bühne gerechnet wird.Er erhielr die Medaille, die der König denjenigen Dichtern zugesagthatte, deren Stücke dreimal im Theater mit Glück gespielt werdenwürden, und die nur dieses Mal gegeben worden ist. Die Stadt Calaisüberfch.ckle idm das Bürgerrecht in einer goldnen Kapsel, mit derAufschrift: Taurosm tuilr, eivivsin revipik. Er schrieb noch meh-rere Theaterstücke; und in vielen ahmete er dem Metastasio nach,ab r nirgends kann man eine gewisse Genialität verkenne». Belloybefaß «iu überaus glückliches Gedächtniß, so daß er den Orest vonVoltaire, den er drei oocr vür Mal hatte spielen sehen, auswendigwußte, und mit Hülfe desselben hatte er sich eine große Kenntnißder Französischen Geschichte und der dramatischen Literatur erworben.Er starb am z. März 177;, wozu der Fall eines seiner Stücke vielbeigetragen hatte, in einem Alter von 48 Jahren.

Belt, der, ist der cigenthümilche Name des Meeres zwische«Skandinavien, Dänemark und Deutschland (auch unter dem Name«Ostsee bekannt). Es gibt zwei. nämlich: der große Belt ist ei-gentlich dasjen ge Wasser, welches di Inseln Seeland und Lalandvon den Justin Fübnen und Langeiand trennt; seine Breite ist vondrei bis fünf Meilen; der kleine Belt hat zwischen Fühnen undEchstswig eine Brette von zwei bis fünf Meilen, welche sich aber>' zwischen der Insel Fühnen und Jütland bis auf eine Vierlelmeileverengt.

Belvedere, Beiveder, ein aus der Italiänischen Spracheentlehntes Wort, Lell-vu- hex Franzosen. So nennt man in Jta-^ Sonv. »irx, Erster Band. Q