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lien Gebäude, Ine zum Genuß einer schönen Aussicht bestimmt'sind ioder über -die Häuser sich erhebende Tbürmchen, die man besteigt, itheils um frische Lust zu genießen, theils des Anblicks der schönenNatur wegen. Dergleichen haben in Nom die meisten Häuser. Frei- llich findet man Belvederes der ersten Art nur in Palästen und den lHäusern der Reichen. Unter allen diesen ist in jeder Hinsicht das iVatikan in Rom das merkwürdigste, welches nickt bloß die Ansicht >reicher Gefilde von jeder Seite, der Kette der Apenninen und derStadt selbst gewährt, sondern auch verschiedene Antiken vom ersten -Range auf dem Pio Clenientinische» Museum in sich schloß. Hierstand einst die bewunderte Gtarur Appollons, die jetzt das Fron- >zösische Museum ziert. In Frankreich braucht man Belvedere, als >Benennung kleiner Gebäude ländlicher Bauart und einfacher Verzie- 'rung oder einer Pogenlaube -nn Ende eines Gartens oder Parks, >worin man die Kühlung genießt, oder sich gegen das Brennen der 'Sonnenstrahlen sckützt. — In Deutschland ist dieses Wort häufig zu -fürstlichen Lustschlössern angewandt worden; es gibt z. B. ein Bel- >vedere zu Wien; ein dergl. zu Weimar. '
Benares, eine große Landschaft in Hindostan, in welcher mi- >gefähr zwei Millionen Menschen wohnen. Die Hauptstadt gleichesNamens, war bisher als der Sitz der echten Indischen Gelehrsamkeit -berühmt, wo die Braminen in der heiligen Sprache Sanskrit uudandern Wissenschaften unterwiesen wurden. Sie wird auch wegen 'einer alten Pagode oder eines Götzentempels nach der Pagode vonJag-grenat in Orira besonders heilig gehalten, und stark von Indischen -Pilgrlmen besucht. Bis 1780 hatte bis Provinz Benares einen eig>nen Rajah, jedoch war derselbe schon seit «775 den Engländern zins- i
bar; aber im I. 1787 vertrieben sie ihn, unter dem Gouverneur >
Hastings, aus seinem Fürstenthume, weil er sich, außer dem ge<gewöhnlichen Tribut, nicht zu außerordentlichen Subsidien verstehen ^wollte. Jetzt gehört dieses ansehnliche Land den Engländern; derRajah, den sie selbst eingesetzt haben, besitzt nur den leeren Titel,und ist seiner Würde nur so lange sicher, als kein Andrer dem Eng-lischen Präsident von Vengal.» einen höhcrn Tribut anbietet. ^
Bench (the Kings Beuch) die Königsbank, ist ein hohesGericht in England, welches zu London in dem Paäaste von West- lMünster gehalten wird, wo über Sacken, welche die Krone betreffen,auch über die größten Verbrechen, die das Leben angehn, geurtheiltwird. Sie besteht aus einem Präsidenten und drei Beisitzern.
Venda, Georg, (der Große) herzoglich Gotyaischcr Kapelldirectok,welche Würde er jedoch gegen das Jahr 1780, ungeachtet vielerVorstellungen, niederlegte, und sich nach Georgcnthal, einem ange-nehmen Ort bei Gotha, dann nach Köstritz begab, wo er auch denh.Nov. 1795 im 74. Jahre seines Alters gestorben ist. Er ist unstrei-tig einer der größten Deutschen Compvnisten, wenn wahrer Ausdruck,mit der edelsten Melodie uud reinsten Harmonie verbunden, die Per- ,züge eines Compvnisten für den Gesang ausmachen; seine besondere >Kunst als Cemba list und Vivlonist noch abgerechnet. Er bat die Ehregehabt, nach Paris berufen zu werden, nm daselbst die Aufführungseiner Ariaone zu dirihiren. Wer kennt, außer diesem Meisterstück,nicht seine in eben dieser Manier gearbeitete M edea, seinen Dorf-jahrmarkt, Wälder, Romeo und Julie rc. Franz Ben,' lda, Bruder des Vorigen, geb. 1709, gestorben als königlich preußl-