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Ben 24z
scher Kapellmeister 1786, war einer der größten Violinspicler, undder Stifter einer eigenen Schule unter Deutschlands Violinisten.
Bender, eine den Türken gehörige Festung in der Moldau.Hieher flüchtete Karl Xll. von Schweden nach der mit den Russen ge-haltenen unglücklichen Schlacht dei Pultawa. Im Jahr 1770 wurdesie von den Russen erobert und abgebrannt, nach geschlossenem Frie-den aber an die Türken wieder abgetreten.
Benedicite, lobet, preißet. Das Bencdicite ist dasTischgebet.
Benedikt XIV. einer der treffschsten Papste, folgte aufCle -mensXIl. und wurde am 17. August 1740 dazu gewählt. Seineigentlicher Name war Pro »per Lambertini und er stammte auseiner bekannten Familie in Bologna, wo er den IZ. März 1675 ge-boren wurde. In seiner Jugend zeichnete er sich durch seinen außer-ordentlichen Fleiß, seine Liebe für die Wissenschaften, die auchdurch die trockensten Gegenstände nicht geschwächt wurde und seineganz vorzüglichen Fortschritte aus, wobei er doch immer eine bewnn-dernswerrhe Lebhaftigkeit des Geistes behielt. Der gelehrte Benedicti-ner Montfaucvn, den er in Rom kennen gelernt hatte, und sehrhoch schätzte, urtheilte über ibn, „dieser junge Mann hat zwei See-len, die eine für die Wissenschaften, die andere für Geselligkeit."Jm J. 1727 wurde er Bischofs in Ancona, und hier bewies er seiuevorzüglichen Eigenschaften, schaffte Misbräuche ab, war ein Freundseiner Geistlichkeit, beförderte einen bessern Untereichtuud vernachlässigtekeine seiner Pflichten. Eben so handelte er, da er 1732 zum Erzbi-schoff in Bologna erwählt wurde. Er widersetzte sich dem Fanatismus,oft selbst mit Gefahr seiner eignen Sicherheit, und entließ heimlicheinen Fremden, der arretirt worden war, weil er über einige Gebräu-che des religiösen Kultus gelacht hatte. Ueberhaupt vertheidigte erstets mit Muth und Wärme die Unschuld und da einst einer seinerMcaren bei dem Papst Clemens Xll. angeklagt worden war, so schrieber freimüthig an diesen, daß er betrogen werde, und daß dieserwürdige Geistliche ein Opfer schändlicher Verleumdung wäre. Nachdem Tode dieses Papstes erreichte er selbst dieses höchste Ziel seinesLebens. Scherzend sagte er einst zu einigen seiner Jugendfreunde,mit denen er eine Vergnügungsreise nach Genua gemacht hatte, unddie nun ihre Rückreise zu Wasser machen wollten: „Nehmet immerdiesen Weg, aber ich, der ich Papst werden soll, darf Cäsarn undsein Glück nikyr dem Spiele der Wellen Preis geben." Der Cardi-nalsbut, den Lambertini 1728 von Benedikt XIII. erhalten halte,verschaffte ibm den Antritt ins Conclave 1740, wo die Ränke desCardinal Tencin die Wahl über die bestimmte Zeit verspäteten.Da die Cardinäle derselben endlich müde waren und dennoch nicht ei-nig werden konnten, sagte Lambertini zu ihnen: „Wollt ihr einenHeiligen: so ernennt Gvtki; einen Politiker, Aldovrandi; wollt ihraber einen guten alten Mann: so nehmt mich." Diese Worteentschieden, Tencins Vorschläge wurden verworfen und Lambertiniwurde erwählt, der nun den Namen Benedikt Xi V- annahm. DerAustand der Kirche und die Lage des Römischen Hofs waren seinemdurchdringenden Verstände und seiner Klugheit nicht entgangen, undweise Mäßigung ward sein herrschender Grundsatz. Er erlaubte derMaria Theresia Duldung der Protestanten in ihren Staaten; grün-dete in Rom Akademien; ließ den Obelisk auf den Marschfelde errich»