Band 
Erster Band. A bis Comparativ.
Seite
244
JPEG-Download
 

244 -Bt>r

ten; die Kirche St. Märcelli» erbauen; viele Französische und Eng-lische Bücher ins Jlalianiiche übersetzen; bereicherte die Bibliorheides Vatikan m»l zzoo Manuscripten, und unterstützte und belohnteGelehrte. Galiani, ein gelehrter Naturforscher, sagte zu ihm, indemer ihm eine Sammlung von Lava zeigte: Die, ur lspiäs» i,ri x-n«>K»nr (saga. das! diese Steine Bror werden). Der Papst erfüllte dies!bescheidene Bitte und gab ihm eine Pension. Dieser treffliche Man»starb den z. Mai t?58 an eimx sehr schmerzhaften Krankheit. Srchal vieles geschrieben und seine Werke sind in iü Banden in Foliogesammelt, die in Venedig erschienen.

Beneficium, Benefiz, LsnsLos, (Franz.) eigentlich ein«Wohlthat, z. V. er lebt von o«n,ü<-i 1 », von Wohlthaten oder milde»Gaben. 8«l>süciuin iuri«, eine Rechtswohllbar, ein Rechtsbehelf,z. B. das benolicium L>,psll2iioni-,, oer glechtsvorlheil an ein höhe-res Gericht appelliren zu können; tzsnsticium resriturioni» in inle-xrum. die Wohlthat der Wiedereinsetzung in den vorigen Zustand. -Oft heißt bo»-!Üoium eine Pfründe oder ein mit gewissen Einkünfte»versehenes geistliches Amt; ein Einkommen von einer besondern wohl-thätigen Stiftung. Die dergleichen genießen, heißen Benefizrair«oder öenekciarii, z. B. bei den Katholiken Canonici und Pfarrer;oder Studirende aus Schulen und Uu.versitaten. Beneftzvok Hei-lung, die einem Schauspieler verwilligt wird, ist e ue Belohnungö-vorstelluug, wovon der Schauspieler, der sie gibt, den Ertrag ziehtDenselben Sinn hat auch Benefizkvnzert, das einem einzel««Musiker oder Sänger zum Vortheil gegeben wird.

Bengalen, ein großer Distrikt Landes in Ostindien dies-»istjenseit des Gangesfiusses, der vormals zu dem Mongolischen Reichegehörte, aber nach den Bengalischen Kriegen von 175s bis 176»,durch das Glück und die Tapferkeit des Lordü Clive, an die Osti»-dische Kompagnie in England kam. Bengalen wurde von Nabobsregiert: als aber der Großmogul dasselbe nebst dem reichen Vah»rund Orira den Engländern abtrat (in der Folge überließ er ihm»auch die Provinz Benares), blieb dem Nadob nichts als der leettTitel und ein geringer Theil seiner Einkünfte übrig; und der L°ddes alten Nabvbs Mir Jassir setzte die Engländer 1770 völlig i»Besitz des Landes und aller Rechte, und der >ezt lebende Nabob (dieEngländer haben die Nabobswürde aus Politik beibehalten) bekommtbloß eine Pension von noch nicht einer Million Thalern von ihne».Bengalen, zn dem jezt die beiden benachbarten Provinzen BMund Orira und seit »781 Benares gehören, hat in dieser Vergröße-rung einen Umfang, der, nach Nennels Schätzuna, gewiß e>ooo Deut-sche Quadratmeilc» beträgt. ES ist ein herrliches fruchtbares Laut;die Mongolen nennen es das Paradies der Welt. Die vornehmste»Handlungsartikel, welche aus Bengalen gezogen werden, sind seit»»Waaren, baumwollene Waaren, Tapeten, Opium, Spezereien undSalpeter (welcher aus dem Erdboden hervor wächst, und, weil"zusammen gekehrt wird, im Handel den Namen Kehrsalpeter ,uhrl)-Bis 1770, wo eine fürchterliche HungerSnoch den drillen Theil derElnipohn-ör in den inländischen Provinzen aufrieb, und fast vier >Mblionen Menschen das Leben kostete, war Bengalen sehr bevölkert,und zählte damals aus fünfzehn Millionen Einwohner; allein auchohne diese und ähnliche Plagen, nimmr die Anzahl der Bengalische»Einwohner täglich ab. Die neuen Oberherron saugen das Land durchbeinahe unglaublich scheinende Staatscinrichtungen aus, und dü