Band 
Erster Band. A bis Comparativ.
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Verschwörung wider ihn, nachdem er schon zehn andere wider ihnangespounen, aber jederzeit von Benjowsky Verzeihung erhalte» hatte.Die Verschwörung mißlang: Stepanov wurde nut 4000 Piasternabgefunden und ging in Holländische Dienste. Viele reiner Begleitetstarben^zu Macao am Fieber, unter denen auch Aphanasia war, dierhrem Gelievren stets treu verblieb. Als Beujowskv mit fernenübrigen Begleitern nach Frankreich kam, wurde er bestimmt, auf derInsel Madagascar ein Etablissement anzulegen; ein Unternehmen,dessen Schwierigkeit er selbst vorher sah, besonders da der glücklicheErfolg desselben ganz von dem guten Willen der Beamten der InselJslede France abhing, an die er wegendes größten Theils seiner Ausrü-stung und Unterstützung verwiesen war. Indessen begab er sich auf die Rei-se, kamnnJun. 1774 in Madagascar au, und hielt sich, trotzden Feind-seligkeiten des Klima's und der Vernachlässigung, die er vorn Fran-zösischen Ministerio erfuhr, überaus standhaft und klug. Er gewannverschiedene Rationen und Chefs völlig für sich; hierbei kam ibmsehr zu statten, daß eine alte Sklavin ausbreitete, sie habe zuverläs-sige Merkmale an dem Grafen entdeckt, daß er der Solm der Tochtervon Rosgndrien, Ampansacabe RaminiLazaron, sey, (da das GeschlechtderRa mini das herrschende auf Madagascar gewesen, besoübersaber die mächtige Ration der Sembarien regiert harte, von welcherdas Andenken desselben noch sehr geehrt wurde). Verschiedene Natio-nen (andren eine feierliche Gesandtschaft an um, und erboten sich, ih»zu ihrem Ampansacabe oder König zu ernennen; der Graf behielt sichjedoch vor, daß er dem König von Frankreich verpflichtet bleiben wolle,bis er seine Entlassung erhalten habe. Dieser Fall trat bald ein, alsFranzösische Commiffarien nach Madagascar kamen, die Befehl hat-ten, sich seiner Person zu bemächtigen , welchen er jedoch auszuweichenwußte. Ra»dem er endlich das Commando gänzlich niedergelegt hat-te, wurde er im Jahr 1776 feierlich zum Ampansacabe erklärt; dieWeiber schworen seiner Gemahlin (die er schon in Frankreich aus Un-garn hatte kommen lassen) den Untcrwerfungseid. In der Folge er-klärte er seinen Vorsatz, selbst nach Europa zu reisen, um der Nationeinen wichtigen Allurr-n und Handlungsaussichten zu verschaffe".Vergebens stellten ihm seine Unterthanen vor, daß er seinen Todsuchen wolle. Es scheint, des Grafen beleidigter Ehraeik habe ihn ge-trieben, Gelegenheit zu suchen, seinen Gegnern die Gerechtigkeit seinerSache unter die Augen zu stellen. Bei seiner Aurvckkunft in Frank-reiw wurde er durch die Verfolgungen des Französischen Ministeriumsgcnötbiget, in Kaiserliche Dienste zu treten, wo er aber nur zwei Iahtblieb, weil ihm der Kaiser zu seinem Plane nicht behülflich seyn konnte.Von va wandte er sich an den König von England, ebenfalls vergebens!dafür fand er aber bei Londner Particuliers, und vorzüglich bei einemHandelshause zu Baltimore in Amerika, wohin er segelte, Unter-stützung. Im Oktober 1784 reiste er ab, ließ jedoch seine Gemahlin >»Amerika zurück. Er landete glücklich auf Madagascar. Da er aberVier Feindseligkeiten gegen die Franzosen anfing , und die Regierungvon Belle Jsle so Mann Soldaten gegen ihn schickte, so wurde er voneiner Kugel in die rechte Seite der Brust getroffen, worauf er in we-nig Minuten starb. — Benjowsky bat seine Begebenheiten selbst, umzwar Französisch, beschrieben. William Mchelson hat dieselben au»der Handschrift Englisch übersetzt herausgegeben; wir besitzen mehrereDeutsche Uebersetzungen davon, und Herr von Kvtzebue hat diese»merkwürdigen Mann auf die Bühne gebracht.