Band 
Erster Band. A bis Comparativ.
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Bennigsen» (Levin August Freiherr von, Russischer Feldherr,ward 1745 im Hannövischen geboten. Er zeichnete sich in den Kriegengegen die Polen bei mehren« Gelegenheiten aus. Er erhielt den St.Georgen-, dann den Aleranderorden, mud ivurde endlich Generalgou-verneur in Litthauen. Er hatte, wie man versichert, Theil an denEreignissen, welche die Tage Pauls des Ersten endigten. Im Jahrlgoz kommandirte er ein Corps Russen gegen die Franzosen, kam aberzu der Schacht von Austerlitz zu spat und kehrte wieder nach Rußlandzurück. In dem Feldzuge der Russen gegen die Franzosen im JahrI8vü kommandirte er anfangs ein Corps unter dem General Kamens-koi, erhielt aber nachher den Oberbefehl über die ganze Russische Ar-mee. In dieser wichtigen Stelle zeigten sich seine Feldherrntalentein einem schöne» Lichte. Er lieferte gegen den Kaiser Napoleon diezwei berühmten Schlachten bei Preußisch-Eilau und Friebland. Nachdem Tilsiter Frieden sezte er sich auf seinen Gütern in die Ruhe.Er trat auch als militärischer Schriftsteller auf und schrieb über dieKavallerie- . .

Benserade, Jsaak von, ein berühmter witziger Dichter mFrankreich, wurdelsir zu Lyons-la-Forst, einer kleincnStadt in derobern Normandie geboren. Er schrieb niedrere Theaterstücke, und ver-fertigte eine große Menge sinnreicher Verse für den König Ludwig Xl V.und ändere ausgezeichnete Personen. In der ersten Hälfte der Regie-rung Ludiviq XIV. begünstigte noch der Hof, und wer sich .uach deinHofe bildete, die galanten Lieder, Rondeaus, Triolets,Madrigalen und Sonnerre, deren Inhalt artige Einfälle undTändeleien, besonders aber schöne Sachen waren, die man im preziv-sischen Stile des Hofes den Damen sagte. Niemand hatte es in diesergalanten Kunst so weit gebracht, als Benserade, der deswegen auchpsr excsllonos, oder vorzugsweise: loxoüts äs lscour hieß. Dießverschafte ihm mehrere Pensionen, so daß sich seine Einkünfte jährlichauf 12,000 Livres beliefeu, und er im Stande war, einen ungewöhn-lichen Aufwand zu machen. Er besaß eine außerordentliche Leichtig-keit im Reimen und vielen Will. In seinem Alter litte er au Stein-schmerzen und entschloß sich, ihn schneiden zu lassen; aber der Chirurgtraf eine Pulsader und entflöhe anstatt das Blut zu stillen. Benseradestarb wenige Stunden nachher den 19. Oct. 1691.

. Bentley, Richard, der berühmteste englische Kritiker, war i 66r«nOulton bei Wakefield in der Grafschaft Kork gebore», und zeigtesehr früh außerordentliche Talente mit Fleiß verbunden, so daß er vorsemem agsten Jahre sich ei» alphabetisches Verzeichniß aller hebräi-schen Worte in der Bibel mit ihren chaldäischen, syrischen, lateini-sche» u. a. Bedeutungen zusammengeiezt hatte. Da Robert Doy-l e. einer von den Söhnen des Grafen Cork, in seinem Testamenteem Legat für eine bestimmte Anzahl Predigten, die jedes Jahr zurVertheidigung der natürlichen und geoffenbarten Religion gehaltenwerd», sollten, gegründet hatte; so wurde Bentley 1692 dazu gewählt,den Willen dieser Stiftung zu erfüllen. Er arbeitete nun acht Redenaus, deren Gegenstand die Ungereimtheit des Atheismus ist, und wö-be« er «ich auf die philosophischen Ideen des Newton stüzt und selbsteunge von Locke angenommen hat. Diese Schrift hat im Englischenmehrere Ausgaben erhalten und ist in mehrere Sprachen übersezt wor-den- Außerdem gab er mehrere Werke über Kritik und kritischeSearbertungen alter Klassiker heraus, wodurch er sich aber oft Feindeund Streitigkeiten zuzog. Den meisten Tadel erhielt er von den Eng-