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diente. Sie wohnte über seiner Werkstätte, und klopfte mit einemStocke auf den Boden, wenn sie ihn weder singen noch arbeitenhorte. Sein einziger Trost war ihm seine Kunst, der er sich vonMorgens vier Uhr an bis auf den Abend weihte. Er harre einegroße Liebe für Kupferstiche, und um diese zu befriedigen, borgte ervon seinen Schülern Geld, das er dann dadurch wieder bezahlte,wenn er feine Frau über den Ertrag seiner Gemälde betrogen hatte.Aus diese Weife gelangte er zu einer sehr reichen Sammlung, dienach seinem Tode f hr cbeuer verkauft wurde. Berghems Werkesind sehr geschätzt und eine Zierde der schönsten Gallerten, die mauaber auch bei dem ersten Augenblicke erkennt. Ihr Reiz kommt voneiner leichten und heitern Manier, einem hinreißenden Kolorit undMi na ürlichen und zugleich genialen Gruppen. Ob er gleich seineWohnung nie verließ, so Pakte er doch bei einem langen Aufenthalteaus dem Schlosse Benthem die Natur genau beobachtet. Die stren-gere Kricik könnte ihm allerdings manchmal seine große Leichtigkeitzum Pvrwurf machen; weniger Kunst und eine größere Einfalt inNachahmungen der Natur und einen fleißigern und korrekter« Umrißder Lhiergestalten verlangen; aber diese leichtern Fehler dieses Künst-lers werden durch so viele Vorzüge verdeckt, daß man ihn mit Rechtirr die Reihe der größten Landschaftsmaler stellt. Er starb iszz zuHarlem. Karl Dmardi» und Glauber waren seine Zöglinge. Zu derAuktion der Gemäldesammlung des Banquier P. de Smeth inAmsterdam, die i8io Statt hakte, befanden sich vier Gemälde vonBerghem, die zu 800, rooo, iü2Z und 2500 Holländischen Guldenverkauft wurde«.
Bergman (Lorbern), ein großer Schwedischer Naturforscher undChemiker, war 17z., den 20. März in Äarbannbcrz in der Schwe-dischen Provinz W-sigvthlanb g> boren, wo sei» Vater ein Cinnebmcrder Einkünfte von königlichen Gütern war. Dieser bestimmte seinenSohn zu seinem einstmaligen Nachfolger in diesem Arme, allem dieLiebe desselben zu den Wissenschaften vertrug sich damit nicht, undnach vielen Schwierigkeiten erhielt er endlich von seiner Familie dieErlaubniß. sich ganz dens-lben zu widmen. Um dieselbe Zelt erregteLinue' die Aufmerksamkeit Schwedens und aller Gelehrten m Eu-ropa, und von allen Gegenden strömten Schüler zu ibm. Au dielengesellte sich auw Vergman, und er erregte durch leine Kenntnisse, Thä-tigkeit, Scharfsinn, und die Entdeckungen, die er machte, und diedurch seine vereinigten Kenntnisse m der Geometrie und Physik «r»leichtert und vervielfältigt wurden, dieses berühmten Mannes Auf-merksamkeit. Im Jabre 1761 wurde er zum Professor der Naturphi-losophie und Mathematik zn Upstil ernannr, und stand diesem Amtefünf Jahre lang mit vielem Ruhme vor. Da der berübmte Professorder Chemie und Mineralogie. Wallerius, um seine Entlassung barund erhielt, so meldete er sich zu dwier Stelle, und da ihn seineMltiverber beschuldigten, daß er hierin gar nichts wissen könne, weiler nie über diese Wissenschaft etwas bekannt gemacht habe, so ver-schloß er sich einige Zeit m ein Laboratorium, und trat mit einerAbhandlung über die Fabrikation der Alaune hervor, die noch jetztfür ein Hauptwerk gilt. Er wurde nun wirklich Professor der Che-mie, trieb diese Wissenschaft mit aller seiner Kraft, leistete darinaußerordentlich viel. und machte sehr wichtige Euroeüüngen. - Er er-fand die Bereftung künstlicher Mineralwasser, und antdeckke fti demmineralischen Wasser das geschwefelte Waffcrstvffgas. Man verdankt