Band 
Erster Band. A bis Comparativ.
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261
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«llein mehrere Generäle uüd Bernhard selbst hielten dieß für un-nöthig. Man griff daher am 26. August 1SZ4 die Kaiserlichen beiNvrdlingen an, ufid die Sckweden erhielten auch au diesem Tageden Sieg. Allein, da die Schlacht am folgenden Tage erneuert wur-de, litten sie eine große Niederlage, und der Herzog, der sogar inGefahr war, gefangen zn werden, verlor seine ganze Bagage. Nurder große Schwedische Kanzler Dienstierna wußte den unglückli-chen Folgen dieser Schlacht durch eine engere Verbindung mit Frank-reich entgegen zu kommen. Bernhard setzte nun, mir.Französische»Truppen verstärkt,'seine Eroberungen in Deutschland einige Zeitaufs neue fort; doch da seine Armee aus Mangel an Sold nndLebcnS-mitteln anfing, mißvergnügt zu werden, auch durch Krankheiten ge-schwächt wurde; so zog er sich in den Elsaß zurück. Um diese Zeit,zu Ende des Jahres i6zz, fing er au, mit dem König von Frank-reich i» Unterhandlungen zu treten, machte auch M>st, um diesefortzusetzen, im folgenden Jahre eine Reise nach Paris. Um dieStatthalterschaft über den Elsaß soll er sich Mütze gegeben nud Riche-lieu ibm auch hierzu Hoffnung gemacht haben; indeß erregte sein Auf-enthalt in Paris, wo man ihn zwar mit vieler Achtung behandelte, den-noch ein-gegenseitiges Mißtrauen. Gewiß scheint es zu seyn, daßder Herzog den Plan gehabt habe, sich, allenfalls auch wider Frank-reichs Willen, den Besitz eines Fürstenlhums zu verschaffen. —-Er rückte jetzt mit seiner Armee, die indeß sich erholt hätte, wiedervor, eroberte die Festung Zabern in. Elsaß, breitete sich in Lothringe»und Burgund aus, und schlug-dir Kaiserlichen in einigen Gefechte»zurück. Zu Anfange des folgenden Jahres ging er über den Rhem,nahm einige Orte weg, und rückte vor die Festung Rhein selben,deren Belagerung er eröffnete. Der Kaiser, dem an Erhaltung die-ser Festung viel gelegen war, schickte sogleich eine Armee zum Entsatz.Es kam zuerst am 18- Februar i6z8-zu einem Treffen^ das ziemlichunentschieden blieb. Allein am 21. griff der Herzog die feindlicheArmee von neuem an, schlug sie völlig, »ahm den General eu Chefund mehrere Generale gefangen, und die Festung wußte sich wenigeWochen darauf (ig. März) ergeben. Um sich im Elsaß behaupten z»können, war vorzüglich der Besitz der Festung Dreifach am Meinenöthig. Man suchte von Seiten des Kaisers alles zu thun, um siezu erhalten. Allein der Herzog schlug am zo. Juli die zum Entsatzbestimmte Armee bei Wittcnw e-yer, und die Festung mußte sicham z. December nach einer tapfern Vertheidigung ergeben, nachdemer vorher eine neue Oestrcichisch-Vaierschs -Armee, die ebenfalls zurRettung der Festung bestimmt war, am 4-und 14. Oktober zurückge-schlagen harte. Jetzt war dem Herzoge der Besitz des Elsasses gesichertund er zeigte durch mehrere Maßregeln, daß er diesen, so wie Drei-fach selbst gegen Frankreich, zu behaupten gedenke. Denn er besetztealle von ihm eroberte Plätze mit Deutschen Truppen, ließ auch sogareine Münze mit dem Sächsischen und Breisachisckcn Wappen Magen.Vergebens suchte man von Seiten Frankreichs , Breisach dem Herzogzu entreißen, indem man ihm Anfangs antrug, nebst seinen Trup-pen eine gleiche oder stärkere Anzahl Französischer Truppen in dieseTeilung zu legen; allein der Herzog, schlug sowohl dieses Anerbieten,als auch eine Einladung nach Paris, endüch-auch die Heiratb mit ei-ner Nichte des Cardinals Richelieu aus, und erklärte, daß ihn anlener seine Geschäfte und Krankheit hinderte», die angetragene Ver-mahlung aber für ihn nicht sranbcömqßig sey.- Es »st daher mehr