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als wahrscheinlich, daß Richelieu andere Mittel angewendet habe,Frankreich von dem Herzoge, als einem Nachbar, .der zu mächtig«erdcn konnte, zu befreien. Der Herzog fiel plötzlich in eine Krank-heit, die so geschwind zunahm , daß er «m 8. Juli lbzy sein Helden-leben endigre, und die meisten gleichzeitigen Schriftsteller vermuthe»,daß idn Richelieu durch eine» Genuesischen Arzt vergiften lassen; jader Herzog selbst vermuthete es, daß er Gift bekommen habe. Mittbm fiel zwar eine der mächtigen Stützen der Protestanten; allein daeines Tbcils feiMd Nachfolger. Banner und Tvrst.ensohn (s. dies.Art.') seine Siegesbahn rühmlich verfolgten, andern Theils Frankreichselbst, zum Vortheile der Protestanten, ernstlichern Antheil au demKnege nahm, so war Bernhards Tod für diese jetzt weniger nachthei-lig, als er es einige Jahre früher gewesen sey» würde. Denn schwer-lich würden sich die Schweden, einem Waljenstein gegenüber, inDeutschland behauptet haben » wenn Bernhard nicht bei Lütze»Gustav Adolphs Schlachtplan glücklich ausgeführet hätte. Was hattesich auch von diesem Helden, der im zz. Jahre seines Lebens starb,nicht noch erwarten lassen! Er verband mir Anmuth im BetragenVerstand, Tapferkeit, eine Seelenstärke, die auch durch widrige Vor-falle nicht erschüttert werden konnte, und sein einziger Fehler warseine zu große Hitze, die ihn bisweilen zu nicht genugsam überlegtenUnternehmungen verleitete.
Bernhardiner, die, sind ein Mönchs - und Nonueyorden voniheil. Bernhard, Abt zu Clairvaur, m; nach der Regel des heil. Be-uedikt gestiftet oder rcformiret. Er wird auch wohl oft der Cister-zienserorden genannt,
Bcrnhardsberg, der große St., einer der höchsten auf un-serer Hemisphäre, ist derjenige, welcher zwischen Valais und dem TbalAvsta sich iu den Apenninen emporhebt, und auf dessen höchster Spstedie Gränze zwischen Wallis und Piemont ist. Ueber ihn geht dieStraße väm Genfersee durch das Walliser Land ins Thal von Aoß«und das Piemüntesische. Den Namen hat er von einem savopisäMEdelmann, Vernarb de Mentbon, welcher hier im roten Jahr-hundert ein Kloster bauete, das nun ein Hospital für Reisende hat,worin gegen üoo Menschen beherbergt werden können. Der Aufent-halt hier ist eigentlich schrecklich; ewiger Winter herrscht hier; derGlanz des Schnees blendet den Wanderer, und umsonst sucht maneinen Baum oder Strauch, oder nur einen grünen Fleck.. Um so ver-dienstlicher ist das auf dem Gipfel dieses Berges befindliche Institut,wo Menschen aus Menschenliebe und Heldenwuth sich vereinigen, umdenjenigen, weiche der Zufall, die Neugier oder Unglücksfälle in ihrKloster führen, beizuspringen; gerade an den Lagen, wo die schreck-lichsten Werter und furchtbarsten Schneegestöber jeden andern zurück-halten, setzen sich diese edlen Menschen, wir langen Stangen versehe",und von Hunden, ihren Führern, begleitet, in Marsch, um Veruiuglückte auszuspüren, wobei die Hunde am tdätigsten sich bezeigen, »««wo nur immer möglich, sie ins Leben wieder zurück zu bringen: derKüever wird mit der größten Sorgfalt ins Kloster getragen, und alteHülfsmittel werden versucht. Glückt es nicht, so werden die Todte«in einer Kapelle aufrecht gestellt, und öfters — da sie hier nickst >«Fäulniß übergehn — sind Todte «och nach Jahren von ihren Freunde«hier erkannt worden. .
Bcrnier, Stephan Aler. J. Marie, Bischof zu Orleans,glied der Ehrenlegion, geboren zu Daon im Departement Masse«««