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ten. Er »lachte die Bekanntschaft der Pompadour, ehe ste noch MattresseLudwigs XV. wurde, und siwvergalt ihm seine alte Freundschair reichlich,sovald sie an Los kam. Er erhielt den Gesandtschaftsposten nach Venedig,und nach 'Verlauf einiger Jahre wurde er sogar Miniper der auswärti-gen Angelegenheiten, dann Kardmal, und in der Folge als Gesandterna« Rom geschickt, wo er an der Äabl Pins Vl. viel Antheil harte, unddeßwegen beständig mit ausgezeichneter Achtung von ihm behandelt wur-de. Noch bekleidete er diesen Posten, als die Revolution ausbrach.Die Nationalversammlung schickte ihm den Eid zu, den die Gesandtenund Geistliche« nach der neuen Einrichtung ablegen mußten. Der Kar-dinal erbot sich, den ersten zu leisten, aber den zweiten nur, in so weiter mit den Gesetzen derKirche verträglich wäre. Die Narionalver,anim-lung war damit nicht zufrieden, Bernis erhielt daher (im AprilI7yi) seine Dinitssion und keime in seinem Hohen Alter zum zweitenMale in den Privatstand zurück, in welchem er denn auch zu Rom 1794starb. Sein Körper wurde noch im Jahr 1802 in einem marmo neuSarge- nach Paris transporlirt. In den leichtern und anniuthigemGattungen der Poesie ist Bernis unter den Französischen Dichterneiner der glücklichsten, nud ihm vornämlich har man die Einführungder gefällige,! tändelnden Manier zu danken, in welcher die neuemDichter dieser Nation viel Glück gemacht haben. Eben Vieler lenMgefällige Ton herrscht auch in zwei länger» Gedichten von ibm : l«,zraloiz ckss lisurss, 0l» los guatrs poink» ck-1 goue» worin er die v.ekTageszeiten, und kes.qusrms »sl»on», ou ls» OsorAi^ues t, ,ngol-»ss, worin er die vier Jahreszeiten malerisch besingt. Jene sind einereizend Folge lachender und unmuthiger Gemählde; diese lezrer» aberSchilderungen im ediern und größer» Geschmack, mit mannigfaltigen,besonders mythischen Bildern untermischt.
Bernoülli, Johann, geboren zu Basel rüü?, eben daselbst ge-storben >748, war Professor zu Groningen, nachher zu Basel, und dergrößte Mathematiker seiner Zeit. — Daniel Bernoülli,- seinSohn, geboren 1700 zu Groningen, gestorben 1782, einer der größte»Ph> siker iind Mathematiker, war Professor bei der Akademie zu Pe-tersburg, und nachher Professor oer Anatomie und Botanik zu Balel.
Bern stein, der, ei» Erdharz von mebrentheils röthlich gelberFarbe, und mehr oder weniger durchsichtig. Es wird am reichlichstenaus der Ostsee bei starkem Nordwind ausgefischt, und rn eben dicicrGegend auch aus der Erde ausgeqraben. Mau findet es hie und daanm in andern.Gegenden der Erde jedoch selten. Von großen.Stücke»werden allerhand Figuren und Gerärhschafren gedreht, kleinere Stückegebraucht man zum Räuchern und zum Bernsteinfirniß, mit welchemlack-rt wird. Auch ziehet man durch die Destillation ein Bernstein»,und Bernsteinsalz davon, welche beide ziemlich theuer sind. Er wck»auch A u tstern genannt, sranz. ambm sann«.
Bernstorf, die Grafen'von- Schwerlich wird es unter den deut-schen adelichen Geschlecktem viele geben, die sich rühmen könnte», ineiner Folge so viele verdiente Staatsmänner als dieß Geschlecht her-vorgebracht zu haben. Unter ihnen zeichnet sich besonders aus:,Jo-hann Hartwig Ernst Graf von Bernstorf, Königlich DänückstkSraatsniinister, geheimer Rath und Ritter des Elephantenordens, u»Hannoverischen am iz. Mai 1712 geboren. Durch seinen Wetter, denKannöher.schcn ersten Staarsmiuister, Andreas Gottiieb von Bern-storf (starb 1726) einer sehr guten Erziehung theilhaftig, kam er,ungefähr so Jahr alt, in Dänische Dieüste, wo er zuerst in Gesa»»''