Band 
Erster Band. A bis Comparativ.
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weise« dieAblegerstöcke, die sich auf die angegebene Art gar baldeine Königin zn verschaffen wissen. — Die Drohnen oder männ-licven Bienen sind der Zahl »ach weit geringer als die Arbeitsbienen,aber weit größer, doch ebne Stachel. Sie arbeiten nicht und sindso träge, daß sie selten ausfliesen. Ihre vornehmste Bestimmung istdie Befruchtung der Königin, aber auch hierzu müssen sie gereiztwerden. — Die Arbeiter- oder Werkbienen sind geschlechts-los und halb so schwer wie die Drohnen und haben einen Stachel.Alle im Bienenstöcke zu verrichtende Arbeit besorgt diese Gattungvon Bienen. Schwärmen heißt: wenn sich die Menge in einemalten Stocke so anhäuft, daß ein Theil derselben unter Anführungeiner Königin sich vom Mukterstvcke trennt. Er setzt sich an einenBaum oder dergl. an. Gewöhnlich ist der Eigenthümer aufmerksamund schlägt den angehängten Schwärm ein, d. i. er gibt ihm einenKorb zur Wohnung. Diesen richten sich die neuen Bewohner nacheigener Art ein, indem sie alle Fugen nnd Ritzen sorgfältig verklebe»uno verstopfen, zugleich aber auch ein Fundament errichten, woraufsie bauen können. Nur der Eingang und das Flugloch bleibt offen.Ueber das Eintragen und Zubereiten deS aus den offenen Blüthe»gesammelteu Wachs-Stoffs wird angenommen, daß das Wachs auchaus dem Honigsafte gebildet werde, daß Honig der Hauplstoff deSWachses sey und daß dieses sich von jenem im Leibe der Wu ne scheide.Die Bienen bauen von der Decke des Korbes nach dem Boden, wor-auf er steht, senkrecht herab Wachskuchen, gemeiniglich sechs bissieben an der Javl, ihre Dicke hält einen Zoll. Auch dem scharf in-nigsten Malhemarrker bleibt wegen der bewundernswürdigen Genauig-keit und des höchsten Ebenmaßes in Hinsicht des Hvnigdaues. so wieder Ersparniß des Raumes dabei, nichrS zu verbessern übrig. D eArbeit geht doch deswegen rasch, denn ein starker Schwärm bauet i»Einem Tage einen Wachs kuchen von fünf Zoll Länge und vierZoll Breite, beinahe ganz fertig. Die Zellen werden theil» zu Auf-bewabrunades Honigs, theils zur Erziehung der jungen Brüt ae-braucht. Den Honigstoff nehmen sie theils aus dem Nektarder Blumen, theils lecken sie ihn als Ausdünstungen (Honigkhau)oder Schweis von den Blättern vieler Gewächse ab. Die Feuchtigkeit,welche dle-Blattiäuse von sich geben und wornach die Ameisen so lüster»sind. liefert auch Honigstoff. Die Ordnung der Zellen, worindie Erziehung der Bienenbrut geschieht, ist dreifach. Erstlich : dergrößte Theil gehört den Arbeits-Bienen, zweitens: dieZellen für die Drohnen sind großer als vorige, und drittens:die Zellen, worin die Königinnen erzogen werde», zeichnen sich anLage und Gestalt aus. Die Drohnen befruchten die Königin. Dieselegt nun Eier und jene sterben bald darauf. Man berechnet, daß sieden Sommer hindurch zwischen ZO bis 40000 Eier legt. Die Eierfür die Arbeitsbienen legt sie zuerst, dann die Königlichen. Nachzw'i bis drei Tagen sind die Eier durch die beträchtliche Wärme desBienenstocks schon ausgebrütet und man siehet die kleinen weißen Lar-ven sich im Grunde der Zellen, vermittelst der Bauchringe bewegen.Von den Arbeitern werden sie sorgfältig gefuttert, mit säuerlichemBrei, der einige Salztheile enthält. Die Drohnen und königlichenLarven bekommen besser Futter. Sieben Tage frißt die Larve, dannüberspinnt sie die Wände ihrer Zelle und verpuppt sich. So ruht sievierzehn Tage, nach deren Verfiuß die ausgebildete Biene da ist.Ihre Farbe ist anfangs gelblich, welche sich nach zwei Stunden vcr-