Band 
Erster Band. A bis Comparativ.
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liert: jetzt fühlt sie ihre Flugkrafr, eilt zum Flugloche uüd bat vonder Zeit an, wenn sie Arbeitsbiene ist, ihre bestimmten Geschäfte.Im August hört die Köirrgin aus Eier zu legen und die nun noch an-wesenden Drohnen werden umgebracht, vermuthlich um ihr Futterzu erspare». — In unserm Klima verfallen die Bienen im Winterin eine Art Erstarrung. Ohne Bewegung und Nahrung dauert dieserZustand vom November bis zum März; gelinde Witterung unterbrichtibn, und zwar, wenn es oft geschieht, zum Nachtheil für den Vor-rat», für die Gesundheit und das Leben der Bienen. Mit Gewiß-heit laßt sich schwerlich das Alter einer Biene bestimmen, wahrschein-lich nur iZ Iahr, wie andere Jnsecten. — Gegenden, wo Heidewächst, sind für die Bienen die angemessensten und vvrtheilbaftesten.Daber bruigr man im Sommer die Stöcke auf das Heideland, wo sieim Kurzen viel Honig eintragen. — Behältnisse, worin mandie Bienen aufbewahrt, sind theils von Stroh, theils von Holz. Dieerster n ziehet man vor, sie werden wie die hölzernen, auf breterne»Gestellen, die eine Bedachung haben oder in eigenen dazu erbautenBien> »hutt.n, die nur offen sied, aufgestellt. Die Verweh ru n gder Stocke geschiehet auf eine natürliche und künstliche Art.Erstere, wenn die Bienen schwärmen und eingesangen werden; manhält sie für die beste. Die Zweite, daß man aus einem alten Stockeeine gehörige Anzahl Bienen und einige mit Brüt angefüllte Wachs-kuchen nimmt und sie in ein besonderes Bebältnist bringt, worin dieBirnen forrfabren, die Brüt zu erziehen. Bei dieser Methode ver-dirbt man sich in nicht gar fruchtbaren Jahren die Mutlerstöckesehr o,'t. — Das Einsammeln des Honigs und des Wachses nenntMan das Beschneiden oder Zeidelu. Wenn dies Beschneidenim Frühiabre geschieht, ist es dienlicher als im Herbste, weil mandoch nicht berechnen kann, wie viel die Bienen den Winker über zuihrem Unterhalte brauchen. Den Nutzen der Bienenzucht berech-net man im Durchschnitt zu zwanzig bis dreißig und in guten Jahre»zu fünfzig Prozent Gewinn. Ei» guter Bienenstock ist, wenn er einevvrrheildafre Lage bat, im Stande, in einem Jahre sechszig bis acht-zig Pfund Honig zu sammeln; davon braucht er etwa dreißig Pfunddas ganze Jahr üb r zu seiner eigenen Ernährung. — Die zahmenBienen sind mehreren Uebeln ausgesetzt. Die Ruhrist im Frühjahreihre gewöhnliche Krankheit. Außerdem haben sie noch eine MengeFeinde, als: Menschen, welche fremde Bienen durch Bierhefen ra-send machen und vergiften, welche letztere sie durch Honig versüßen;ferner Schwalben, Störche und andere Vögcl, Mäuse, Frösche, Krö-ten, Ameisen, Spinnen und Raubdienen, welche von Menschendurch Honig und Wein erhitzt und kühn gemacht werden, in die Bie-nenstöcke einzufallen. Die Spechte hämmern und pochen nach ihrergewöhnlichen Art an dem Korbe und fangen die aus dem Fluglochekommenden Bienen in großer Menge weg.

Vier. Jedermann weiß, was dieser Name bezeichnet, Vieleaber kennen die Aubereitungs-Art nicht. Das Bier wird nämlich ausmebldaltigen Samen durch Abkochung vnd Gährung zu einem geistigenGetränk« bereitet. Seine Erfindung schreibt sich aus den frühesten Zei-ten her. Nach Herodstund Diodor von Cäcilien kannten und be-tteten es die Aegyxrer schon. Unsere alten Deutschen schätzten dasBier hoch und Tacitus gedenkt desselben, als eines gewöhnlichenGetränks unserer Vorfahren. Unter den mehligen Samen sind vor-i«Slich Weizen und Gerste zum Vierbrancn geschickt; doch kann man