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es jedoch mehrere Arten gibt, als: das Spitzeisen, das Zshneisen, I rder Pickhammer, das Breiteisen, das Rundeisen, das Zwergeisen, je ^ inachdem die Gattung der Bearbeitung das eine oder andere dieser In- xstrumente erfordert. Arbeiten in Marmor werden mir ganz stählerne« ,Meiseln und eisernen Hämmern bewirkt, die in Sandstein aber nur tmit verstäblten und mir hölzernen Schlägeln. Oeffnungen (z. B. un- -ter den Armen oder zwischen den Fingern und Zehen) werden mit dem ,Drillbohrer oder Fiedelbohrer, kleine Theile, ti-B. Augen- ,lieber) mit der Raspel oder Feile ausgearbeitet. Hülfswerkzeu- ,ge sind die Mensur, das Richtscheit, das Stichmaß und ,
der Krummzirkel oder Taster. — Ehe aber derKüuftler zum Mei- . >sel greift, verfertiget er sich eine Skizze und ein Modell, (oder auch c
wohl nach dem Maße seiner Kunstfertigkeit nur eins von beiden) i« >
Thon oder Wams, wozu er sich des Pousmstubles, der Poussirhdl- j
zcr, des nassen Schwammes und nassen Pinsels bedient. Nach diesem z
Modell nun bearbeitet er die Masse, wobei er nach zwei verschiedene« -
Methoden verfahren kann, deren eine die p raktische, die andere >
die akademische genannt wird. Nach der erster« überzieht der -
Künstler Modell und Block mit einander durchschneidenden Horizontal-rmd Perpendiknlarlinien, welche auf beiden in gleichen Verhältnisse«Quadrate bilden, so daß er darnach verfahren kann, wie beim Kopire«eines geometrische» Risses geschieht. Doch mancherlei sich hierbei na»und nach ergebene Schwierigkeiten veranlaßten die Aufsuchung einessicherern Wegs, und es gelang der Französischen Akademie in Romibn zu finden, indem sie das schon oben genannte HülsSinstrumenk,die Mensur, dazu anwandte. Dieses besteht in einem viereckigen Rab-men und wird über dem Blocke und dem Modell befestiget, über wel-che durch den Nahmen hindurch nach gleich eingetheilten Graden Blei-faden herunter fallen, so daß die Linien nicht auf den Stein selbst auf-getragen werden dürfen, wo sie alle Augenblicke weggehauen und ebenso oft nicht ohne Besorgnisse der Abweichung von neuem gezogen undergänzt werden müsse». — Eine dritte Manier befolgre als eigeneErfindung Michael Angelo, welche Winkelmann in seinem Buche überdie Nachahmung der alten Kunstwerke (Ausg. Fernow's) mit vieler >Klarheit beschreibt, und wir verweisen daher über diesen ganzen Arti-kel anf jenen großen Archäologen- Uebrigens ist bei halberhobenenArbeiten die akademische Manier immer noch fast ausschließliche Ei-genthümlichkeit der Französische» Künstler und dagegen die praktischedie der Deutschen. Bis hierher haben wir den Bildhauer nur als !technischen und mechanische» Künstler betrachtet,- ein ästhetisches Ver-dienst gebührt ihm aber als Verfertiget des Modells oder Vorbilde»zu seinem Werke» wo seine Einbildungskraft, feine geistige Fülle und jLiefe, mir einem Worte sein Genie arbeitet, sich entwickelt und i« 'dem Produkte den Maßstab eigener Intelligenz gibt. Und von die-ser Seite wolle» wir ihn in dem Artikel Plastik betrachten, wohindieß schicklicher gehören möchte. (Man vergl. auch Bildnerei).
Bildnerci; dieß Wort ist eine Kollckcivbenennung für alle bn-dende Künste, unter denen man solche versteht, welche Bilder von kör-perlichen oder verkörperten Gegenständen der äußern sinnlichen An-schauung, alw räumlich, darstelle». Ihre Darstellungen theilt man eini. «ach den Gegenstände», und 2. nach der verschiedene» Art und Wei-se, wie die Formen dieser Gegenstände nachgeahmt werden können-Nach den Gegenständen wird die bildende Kunst eingetheilt in r. Dar-stellung pv« freien Echyriheittn her Natur; a. Nachbildung v»n Land-